EDV-Gerichts­tag begrüßt Frei­schal­tung des beson­de­ren elek­tro­ni­schen Anwalts­post­fach

Die Frei­schal­tung des beson­de­ren elek­tro­ni­schen Anwalts­post­fachs wird vom Deut­schen EDV-Gerichts­tag begrüßt. Damit sei ein Grund­bau­stein des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs ver­füg­bar, für den die Insti­tu­ti­on sich ein­setzt – so hat­te im Sep­tem­ber 2016 der 25. jähr­li­che EDV-Gerichts­tag an der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des statt­ge­fun­den.

Die Anwalt­schaft habe nun ein Jahr Zeit, das beA zu tes­ten und in die Arbeits­ab­läu­fe der Kanz­lei zu inte­grie­ren, ohne dass bei­spiels­wei­se Haf­tungs­pro­ble­me dro­hen, betont der Vor­sit­zen­de des EDV-Gerichts­ta­ges, Rechts­an­walt Prof. Dr. Ste­phan Ory. Nun sei­en die Jus­tiz­ver­wal­tun­gen der Län­der auf­ge­for­dert, ihrer­seits die tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen für eine funk­tio­nie­ren­de elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on und die elek­tro­ni­sche Akten­füh­rung vor­an zu trei­ben. „Es geht allen Betei­lig­ten nicht um die Digi­ta­li­sie­rung als Selbst­zweck, son­dern als Mit­tel für einen bes­se­ren Ser­vice gegen­über den rechts­su­chen­den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern sowie Unter­neh­men“.

Der EDV-Gerichts­tag will in den kom­men­den Mona­ten inten­siv mit allen Betei­lig­ten die bis dahin gesam­mel­ten Erfah­run­gen der anwalt­li­chen und gericht­li­chen Pra­xis beleuch­ten und aus­wer­ten. „Wir ste­hen am Anfang einer Ent­wick­lung, die pra­xis­ge­recht, arbeits­öko­no­misch und sicher wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den wird“, so Ory. Neben tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­gen wür­den auch ver­fah­rens­recht­li­che Fra­gen erkenn­bar, die früh­zei­tig mit von For­schung und Prak­ti­kern auf­zu­grei­fen sind. Der EDV-Gerichts­tag im Sep­tem­ber 2017 wer­de die ers­ten Erfah­run­gen bewer­ten.