BGH ent­schei­det zur „beA-Umla­ge“

Der BGH hat­te sich mit der Recht­mä­ßig­keit der Umla­ge nach der Umla­ge­ord­nung zur Finan­zie­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs zu befas­sen. Geklagt hat­te ein Rechts­an­walt, der – neben eini­gen for­ma­len Ein­wän­den gegen den Bescheid – unter ande­rem die Auf­fas­sung ver­trat, dass die Finan­zie­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs kei­ne der BRAK über­tra­ge­ne Auf­ga­be sei und eine Umla­ge auf die Anwalt­schaft ver­fas­sungs­wid­rig sei. Außer­dem sei­en die Gefah­ren der Digi­ta­li­sie­rung bei der Ein­füh­rung des beA nicht hin­rei­chend berück­sich­tigt wor­den.

Der BGH hat die Beru­fung des Klä­gers, der bereits vor dem Anwalts­ge­richts­hof NRW mit sei­ner Kla­ge geschei­tert war, in vol­lem Umfang zurück­ge­wie­sen und fest­ge­stellt, dass im Grund­satz gegen die Nor­men, die das beA ein­füh­ren, kei­ne recht­li­chen Beden­ken bestehen und auch dar­auf beru­hen­de durch die Kam­mer­ver­samm­lung beschlos­se­ne Umla­ge­ord­nung recht­li­chen Bestand hat.

BGH AnwZ (Brfg) 33/15, Urteil vom 11.1.2016
Anwalts­ge­richts­hof NRW, 1 AGH 5/15, Urteil vom 08.05.2015