„Dieter Meurer Förderpreises Rechtsinformatik“ an Dr. Dominik Brodowski verliehen

„Dieter Meur­er Förder­preis­es Rechtsin­for­matik“ an Dr. Dominik Brodows­ki ver­liehen

 

EDV-Gericht­stag ehrt Dr. Dominik Brodows­ki für seine Dis­ser­ta­tion zum The­ma „Verdeck­te tech­nis­che Überwachungs­maß­nah­men im Polizei und Strafver­fahren­srecht“

Saar­brück­en, den 21.09.2016 – Im Rah­men des 25. Deutschen EDV-Gericht­stages in Saar­brück­en wurde der „Dieter Meur­er Förder­preis Rechtsin­for­matik“ an Dr. Dominik Brodows­ki insb. für die von ihm erar­beit­ete These ver­liehen, dass die derzeit­i­gen Vorschriften der polizeirechtlichen und straf­prozes­sualen Ein­griff­s­grund­la­gen eine höchst prob­lema­tis­che Dopplung zeigt und eine Auflö­sung dieser rechtsstaatlich und recht­sprak­tisch beden­klichen Gefahren­lage durch ein ein­heitlich­es oper­a­tives Ermit­tlungsrecht erfol­gen sollte. Brodows­ki ist derzeit wis­senschaftlich­er Mitar­beit­er im BMBF-geförderten Pro­jekt „Open Com­pe­tence Cen­ter for Cyber Secu­ri­ty – OpenC3S“ am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christoph Bur­chard, LL.M. (NYU) an der Goethe-Uni­ver­sität Frank­furt am Main. Er erhält den Dieter Meur­er Förder­preis Rechtsin­for­matik für seine Dis­ser­ta­tion zum The­ma „Verdeck­te tech­nis­che Überwachungs­maß­nah­men im Polizei und Strafver­fahren­srecht – Zur rechtsstaatlichen und recht­sprak­tis­chen Notwendigkeit eines ein­heitlichen oper­a­tiv­en Ermit­tlungsrechts“ an der Juris­tis­chen Fakultät der Eber­hard Karls Uni­ver­sität Tübin­gen.

Brodows­ki, der mit dem Preis am gestri­gen Abend in Saar­brück­en geehrt wurde, beze­ich­nete es als „große Freude und beson­dere Ehre“, den Dieter Meur­er Förder­preis für Rechtsin­for­matik ver­liehen zu bekom­men. „Das Lebenswerk von Dieter Meur­er ste­ht ins­beson­dere für eine enge Verzah­nung zwis­chen Rechtswis­senschaft und juris­tis­ch­er Prax­is, zwis­chen Rechtswis­senschaft und Infor­matik. Eine prax­isori­en­tierte Ver­net­zung ist auch für die Beschäf­ti­gung mit Cyberkrim­i­nal­ität und deren strafrechtlich­er Ver­fol­gung notwendig“, erk­lärte Brodows­ki. So lasse sich beispiel­sweise das ander­sar­tige und teils erhöhte Bedro­hungspo­ten­tial von Cyberkrim­i­nal­ität nur dann fundiert bew­erten, wenn man die Diszi­plinen der Infor­matik und der Rechtswis­senschaft zusam­men­führe. Gle­ich­es gelte für eine ver­tiefte rechtliche Analyse neuer tech­nis­ch­er Ermit­tlungsmeth­o­d­en und für deren ziel­gerichtete Anwen­dung in der foren­sis­chen Prax­is. „Ein wichtiger Schlüs­sel für ein besseres gegen­seit­iges Ver­ständ­nis ist eine pass­ge­naue Aus­bil­dung – deswe­gen bere­it­et mir die Lehre im Stu­di­en­gang Dig­i­tal­en Foren­sik und die Tätigkeit im Pro­jekt ‚Open Com­pe­tence Cen­ter for Cyber Secu­ri­ty (OpenC3S)‘ so viel Freude“, so der Preisträger.

Der „Dieter Meur­er Förder­preis Rechtsin­for­matik“ wird seit 2003 vergeben und ist mit 5.000 € dotiert. Er soll im Sinn des Ver­ständ­nis­ses von Die­ter Meu­rer den Nach­wuchs im Bere­ich der Rechts­in­for­ma­tik för­dern. Meur­er befasste sich neben sein­er Funk­tion als Ordi­na­rius für Straf­recht, Straf­pro­zess­recht und Rechts­phi­lo­so­phie an der Philipps-Uni­ver­sität Mar­burg inten­siv mit der Rechts­in­for­ma­tik. Der Arbeit des EDV-Gericht­stages war er von Anfang an als Beglei­ter, Ide­en­ge­ber und Unter­stüt­zer ver­bun­den. Preis­wür­dig sind Leis­tun­gen, die recht­li­che Auf­ga­ben und das Metho­den­po­ten­tial der Infor­ma­tik zusam­men­füh­ren, und zwar im juris­ti­schen Bere­ich, auf dem Feld der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie oder bei orga­ni­sa­to­ri­schen Leis­tun­gen in der Pra­xis.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum „Dieter Meur­er Förder­preis Rechtsin­for­matik“, zur Auss­chrei­bung und bish­eri­gen Preisträgern find­en Inter­essen­ten und Inter­essentin­nen unter https://www.edvgt.de/engagement/dieter-meurer-foerderpreis-rechtsinformatik/

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