Pro­jek­te – Stand: Sep­tem­ber 2004

Über­sicht über die lau­fen­den und geplan­ten Pro­jek­te im Bereich „Elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr“ auf Län­der­ebe­ne
(Stand: Sep­tem­ber 2004)
Land Zustän­dig­keit /
Erreich­bar­keit
Pro­jek­te
Baden-Würt­tem­berg Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0711 – 2790
Ein Pilot­pro­jekt beim LG Mann­heim in Zivil­sa­chen ist seit Sep­tem­ber 2004 auf­ge­setzt. Eine RVO ist erlas­sen (Ver­ord­nung des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums zur Ein­füh­rung des Elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs, GBl. Nr. 11 vom 10.08.2004, S. 590 – 592). Im Bereich Mahn­we­sen wur­de die Lösung Online-Mahn­an­trag beim Lan­des­mahn­ge­richt in Stutt­gart ein­ge­führt. Das EDV-Grund­buch ist ein­ge­führt und frei­ge­schal­tet. Die Lösung kommt in Baden-Würt­tem­berg und Schles­wig-Hol­stein zum Ein­satz (EGB-Folia von T‑Systems).
Bay­ern Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
089 – 559701
Das Elek­tro­ni­sche Grund­buch wur­de flä­chen­de­ckend im Febru­ar 2002 ein­ge­führt mit ins­ge­samt 60.000.000 Sei­ten. Seit 1995 gibt es bereits ein Abruf­ver­fah­ren mit Online-Ein­sicht­nah­me, an dem z.Zt. 1200 Teil­neh­mer mit Abru­fen monat­lich teil­neh­men. Im Herbst 2004 wird die­ses Ver­fah­ren auf eine Inter­net­lö­sung umge­stellt wer­den. Das Elek­tro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter wur­de kürz­lich fer­tig­ge­stellt, ist voll elek­tro­nisch im Ein­satz, seit Sep­tem­ber 2003 ist hier eine Online-Ein­sicht via Inter­net mög­lich, zur Zeit gibt es ca. 30.000 – 50.000 Abru­fe monat­lich. Bay­ern betei­ligt sich mit allen Insol­venz­ge­rich­ten am Inter­net­por­tal „insolvenzbekanntmachungen.de“ der Län­der. Die Gerich­te sind dort ange­schlos­sen; noch 2004 wird die vor­han­de­ne Web-For­mu­lar­lö­sung durch eine in das IT-Fach­ver­fah­ren der Insol­venz­ge­rich­te inte­grier­te Lösung ergänzt, mit der die im Fach­ver­fah­ren erzeug­ten Bekannt­ma­chungs­tex­te auto­ma­tisch über eine Schnitt­stel­le an das Län­der­por­tal über­mit­telt wer­den. Das Ver­fah­ren TAWEB im Mahn­ver­fah­ren, ver­gleich­bar der Lösung Pro­fi­Mahn ande­rer Län­der, ist ein­ge­führt. Es ermög­licht einen eige­nen Antrag zu erstel­len und zu über­mit­teln für die­je­ni­gen, die ein eige­nes Pro­gramm haben. Das Pro­jekt Online-Mahn­an­trag gilt für die­je­ni­gen, die kein eige­nes Pro­gramm haben. Dane­ben fin­det ein Daten­aus­tausch der Gerich­te und Staats­an­walt­schaf­ten mit der Poli­zei und den zen­tra­len Regis­tern des Bun­des, der Lan­des­jus­tiz­kas­se und ande­ren Behör­den statt. Es gibt Über­le­gun­gen für ein Pilot­pro­jekt im Bereich des OLG Bam­berg für elek­tro­ni­sche Schrift­satz­ein­rei­chung, dies ist aber zunächst von der Schaf­fung der Rechts­vor­aus­set­zun­gen für die elek­tro­ni­sche Gerichts­ak­te und der Ein­rich­tung einer vir­tu­el­len Gerichts­post­stel­le abhän­gig. Daher ist dies noch nicht spruch­reif. Eine RVO nach § 130a ZPO ist noch nicht erlas­sen.
Ber­lin Senats­verw. für Jus­tiz:
030 – 90130
In der Ber­li­ner Jus­tiz wer­den der­zeit weder eige­ne ERV-Pro­jek­te durch­ge­führt noch bestehen dies­be­züg­lich kon­kre­te Pla­nun­gen. Beim elek­tro­ni­schen Grund­buch wird – wie in ande­ren Län­dern – das Ver­fah­ren Sol­um­Star ein­ge­setzt. Das elek­tro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter (Partnerschafts‑, Genos­sen­schafts- und zukünf­tig auch Ver­eins­re­gis­ter) wird mit dem Pro­gramm „Aureg“ geführt; eine Online-Abfra­ge aus den genann­ten Regis­tern ist der­zeit noch nicht mög­lich.

Aureg kommt – neben Ber­lin – in Bran­den­burg, Schles­wig-Hol­stein und zukünf­tig auch in Bre­men zum Ein­satz. Es sind kei­ne Rechts­ver­ord­nun­gen erlas­sen oder geplant.

Bran­den­burg Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0331 – 8660
Es gibt ein Erpro­bungs­pro­jekt beim FG Cott­bus. Anfang Sep­tem­ber sind wei­te­re Erpro­bun­gen in der ordent­li­chen Gerichts­bar­keit geplant, und zwar am LG Frankfurt/Oder, AG Frankfurt/Oder und AG Bad Frei­en­wal­de. Im Bereich des Mahn­we­sens gibt es kei­ne Lösung, im Bereich des Regis­ter­we­sens wird AUREG im Ver­bund mit ande­ren Län­dern mit ent­wi­ckelt und in Kür­ze im Pilot­ge­richt ein­ge­führt. Mit dem Vor­läu­fer­ver­fah­ren AU-REG-Vor­ver­si­on wird seit Jah­ren digi­tal die Voll­zug der Ein­tra­gun­gen unter­stützt.. RVO wegen des Pro­jek­tes am FG Cott­bus erlas­sen, vgl. Web­site des FG Cott­bus. (Papier-Fund­stel­le der RVO = GVBl II 2003 S. 463).
Bre­men Jus­tiz­be­hör­de:
0421 – 3610
Lau­fen­de Pro­jek­te im Echt­be­trieb: Opti­Mahn, Pro­fi­Mahn; dane­ben elek­tro­ni­sche Gerichts­post­fä­cher in meh­re­ren Pilot­pro­jek­ten (alle Bre­mer Gerich­te haben Bereit­schaft zur Mit­ar­beit bekun­det); inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on z.B. mit der Lan­des­haupt­kas­se (elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung von Zah­lungs­an­ord­nun­gen); Ein­satz einer zen­tra­len Soft­ware (die­sel­be wie bei OVG Müns­ter, BFH und BVerwG). Es ist noch kei­ne RVO erlas­sen, eine sol­che ist auch nicht in Vor­be­rei­tung.
Ham­burg Jus­tiz­be­hör­de:
040 – 428430
Elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr im umfas­sen­den Sin­ne ist zur­zeit in Ham­burg aus­schließ­lich am Finanz­ge­richt mög­lich. Eine RVO ist erlas­sen vgl. HmbGVBl. 2002, S. 41 (Link ist auf FG-Inter­net­sei­te mit pdf-Down­load). Im Mahn­be­reich wur­den die Lösun­gen Opti­Mahn und Pro­fi­Mahn zur elek­tro­ni­schen Antrag­stel­lung umge­setzt. Das Elek­tro­ni­sche Grund­buch ist flä­chen­de­ckend ein­ge­führt. Die Zugriffs­be­rech­tig­ten kön­nen online Zugriff neh­men. Im Han­dels­re­gis­ter ist der Online-Abruf rea­li­siert. Insol­venz­be­kannt­ma­chun­gen erfol­gen aus­schließ­lich im Inter­net. Das ham­bur­gi­sche Lan­des­recht wur­de kom­plett in das Inter­net gestellt (www.landesrecht.hamburg.de).
Hes­sen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0611 – 320
Es gibt noch kei­ne lau­fen­den Pro­jek­te, es sind auch noch kei­ne Pro­jek­te im Bereich ERV geplant. Eine RVO ist noch nicht erlas­sen. Im Bereich Mahn­we­sen kön­nen – wie in ande­ren Län­dern auch – Anträ­ge über das Inter­net ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den. Im Bereich des Elek­tro­ni­schen Grund­buchs (Sol­um­STAR) kön­nen exter­ne Nut­zer (z.B. Nota­re, Rechts­an­wäl­te, Ban­ken) im Rah­men des auto­ma­ti­sier­ten Abruf­ver­fah­rens auch auf elek­tro­ni­schem Weg auf die Grund­buch­da­ten zugrei­fen. Im Elek­tro­ni­schen Han­dels­re­gis­ter (Regis­STAR) wird Ende 2004 mit der Pilo­tie­rung des auto­ma­ti­sier­ten Abruf­ver­fah­rens über das Inter­net (wie in Bay­ern und NRW) begon­nen.
Meck­len­burg-Vor­pom­mern Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0385 – 5880
Seit Ende 2003 wird das daten­bank­ge­stütz­te elek­tro­ni­sche Grund­buch pilo­tiert. Die Ein­rich­tung des elek­tro­ni­schen Abruf­ver­fah­rens ist jedoch erst nach der Erfas­sung eines aus­rei­chen­den Daten­be­stan­des wirt­schaft­lich sinn­voll. Bis Ende 2006 soll ein elek­tro­ni­sches Han­dels­re­gis­ter ein­ge­führt wer­den.
Nie­der­sach­sen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0511 – 1200
Es gibt ein lau­fen­des Pilot­pro­jekt im Bereich Fami­li­en­sa­chen beim AG Wes­ter­stede. Der Echt­be­trieb begann am 01.06.2004, Pro­jek­ten­de ist Mit­te 2005. Geplant ist ein wei­te­res Pro­jekt betref­fend Owi-Sachen mit der Stadt Han­no­ver. Eine RVO ist bezüg­lich AG Wes­ter­stede erlas­sen, GVBl. 2004, S. 154. Infos zum Pro­jekt auf www.olg-oldenburg.de. Von den jähr­lich 550.000 Mahn­ver­fah­ren wer­den der­zeit ca. 390.000 maschi­nell bear­bei­tet. Ab dem 01.09.2005 wer­den 100% maschi­nell bear­bei­tet wer­den. Es wird die glei­che Soft­ware­lö­sung ein­ge­setzt wie in Baden-Würt­tem­berg. Bezüg­lich des elek­tro­ni­schen Grund­bu­ches kommt die Lösung Sol­um­STAR zum Ein­satz. Der­zeit sind 65 Amts­ge­rich­te inso­weit „aus­ge­stat­tet“, als ein elek­tro­ni­scher Bestand an Grund­buch­ak­ten durch Ein­scan­nen erzeugt wur­de, bezüg­lich der rest­li­chen 15 Amts­ge­rich­te wird die Aus­stat­tung bis zum 30.06.2005 erfol­gen. Bezüg­lich der bereits elek­tro­nisch geführ­ten Grund­bü­cher wird ein auto­ma­ti­sier­tes Abruf­ver­fah­ren für die Online-Ein­sicht in das Grund­buch ein­ge­setzt, das vor allem durch Nota­re, Behör­den und Kre­dit­in­sti­tu­te genutzt wird.
Nord­rhein-West­fa­len Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0211 – 87920
Lau­fen­des Pro­jekt im Echt­be­trieb bei allen Finanz­ge­rich­ten des Lan­des, hier­zu auch RVO erlas­sen (GVBl 2003, S. 759). Dane­ben Mahn­ver­fah­ren: Pro­fi­Mahn und Mahn­be­scheid online mit 2,5 Mio Ein­gän­gen jähr­lich. 2 wei­te­re Pilot­pro­jek­te: Schei­dungs­ver­fah­ren online beim AG Olpe (ohne RVO, da Par­al­lel­be­trieb elek­tro­nisch und in Papier), Pilot­pro­jekt Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit ist zur Zeit in der Aus­wer­tungs­pha­se.
Rhein­land-Pfalz Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
06131 – 16 – 0
Der elek­tro­ni­sche Rechts­ver­kehr wird zur Zeit in einem Pilot­ver­such beim OVG Rhein­land-Pfalz erprobt. Hier­zu wur­de eine Rechts­ver­ord­nung erlas­sen, vgl. GVBl. Rhein­land-Pfalz 2004, S. 36. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt ste­hen auf der Web­site des OVG zur Ver­fü­gung. Eine Aus­wei­tung auf die Ver­wal­tungs­ge­rich­te steht bevor. Das Grund­buch wird – wie in den ande­ren Län­dern auch – mit dem Ver­fah­ren Sol­um­STAR elek­tro­nisch geführt. Beim zen­tra­len Mahn­ge­richt in May­en ist seit 1999 die Mög­lich­keit eines beleg­lo­sen Antrags­ver­fah­rens für Groß­gläu­bi­ger per E‑Mail eröff­net, es kom­men Open­PGP-Zer­ti­fi­ka­te zur Signa­tur und Ver­schlüs­se­lung zum Ein­satz.
Saar­land Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0681 – 50100
Noch kei­ne Pro­jek­te, auch nicht geplant, kei­ne RVO erlas­sen. Im Bereich Elek­tro­ni­sches Grund­buch hat das Saar­land die Lösung Sol­um­STAR ein­ge­setzt, das elek­tro­ni­sche Grund­buch ist bereits seit dem Jahr 2002 kom­plett umge­setzt. Im Bereich der Regis­ter (Han­dels­re­gis­ter A und B, Genossenschafts‑, Part­ner­schafts- und Ver­eins­re­gis­ter) kommt das Ver­fah­ren Regis­STAR zum Ein­satz. Sämt­li­che bis­her in Papier­form geführ­ten Regis­ter des Amts­ge­richts Saar­brü­cken und der übri­gen Amts­ge­rich­te wur­den von Sep­tem­ber 2003 bis April 2004 in die elek­tro­ni­sche Form über­führt. Das Saar­land war damit das ers­te Bun­des­land, das sämt­li­che leben­den Regis­ter nur noch in elek­tro­ni­scher Form führt. Im Bereich der Mahn­sa­chen ist an eine Aus­la­ge­rung der Ver­fah­ren nach Rhein­land-Pfalz zum 1.1.2005 gedacht. Dort wol­len bei­de Län­der ein gemein­sa­mes Mahn­ge­richt betrei­ben.
Sach­sen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0351 – 5640
Die Säch­si­sche Staats­re­gie­rung beab­sich­tigt den Auf­bau einer vir­tu­el­len Post­stel­le im Lan­des­netz, über wel­che die gesam­te elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den staat­li­chen Behör­den und Gerich­ten des Frei­staa­tes Sach­sen in Ver­wal­tungs­ver­fah­ren abge­wi­ckelt wer­den soll. In einem ers­ten Schritt sol­len zeit­nah ein zen­tra­les Secu­re-E-Mail-Gate­way und eine auto­ma­sier­te Signa­tur­prüf­stel­le zur Nut­zung frei­ge­ge­ben wer­den, die es ermög­li­chen, elek­tro­nisch signier­te und ver­schlüs­sel­te elek­tro­ni­sche Doku­men­te zu emp­fan­gen, zu ent­schlüs­seln sowie auf ihre Her­kunft und Echt­heit zu über­prü­fen. Vor dem Hin­ter­grund die­ser Ent­wick­lung hat das Säch­si­sche Staats­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz von dem Vor­ha­ben Abstand genom­men, ein Pro­jekt zum elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr mit einer eigen­stän­di­gen tech­ni­schen Platt­form durch­zu­füh­ren. Statt­des­sen wird unter recht­li­chen und orga­ni­sa­to­risch-tech­ni­schen Gesichts­punk­ten geprüft, ob auch in Ver­fah­ren der Rechts­pfle­ge die elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on über das zen­tra­le Secu­re-E-Mail-Gate­way abge­wi­ckelt wer­den kann. Gege­be­nen­falls soll der elek­tro­ni­sche Zugang nach § 130a ZPO und den inhalts­glei­chen Vor­schrif­ten der ande­ren Ver­fah­rens­ord­nun­gen umfas­send eröff­net wer­den. Die Ein­füh­rung einer elek­tro­ni­schen Akten­füh­rung und Vor­gangs­be­ar­bei­tung ist hin­ge­gen der­zeit nicht abseh­bar. Das elek­tro­ni­sche Grund­buch nach dem Sys­tem Sol­um­STAR ist bei allen 30 Grund­buch­äm­tern des Frei­staa­tes Sach­sen in Betrieb.Derzeit erfolgt eine Ablö­sung von Sol­um­STAR 1.2 auf Sol­um­STAR 2.x mit einem völ­lig neu­en Pro­duk­ti­ons­sys­tem, die bis Ende 2005 abge­schlos­sen sein soll.Seit 1996gibt es bereits ein Abruf­ver­fah­ren mit Online-Ein­sicht­nah­me, wel­ches gegen­wär­tig auf eine Inter­net­lö­sung umge­stellt wird.

Die Ein­füh­rung des maschi­nell geführ­ten Handels‑, Partnerschafts‑, Genos­sen­schafts- und Ver­eins­re­gis­ters nach dem Sys­tem Regis­STAR bei den drei Regis­ter­ge­rich­ten des Lan­des steht kurz vor dem Abschluss. Im Lau­fe des Jah­res 2005 soll das zuge­hö­ri­ge auto­ma­ti­sier­te Abruf­ver­fah­ren zur Nut­zung frei­ge­ge­ben wer­den. Eben­falls im Jah­re 2005 will sich der Frei­staat Sach­sen mit allen Insol­venz­ge­rich­ten am Inter­net­por­tal „insolvenzbekanntmachungen.de“ der Län­der betei­li­gen.

Sach­sen-Anhalt Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0391 – 56701
Kei­ne lau­fen­den oder geplan­ten Pro­jek­te. Wegen feh­len­der Haus­halts­mit­tel sind Pro­jek­te zum elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr zur Zeit auch nicht abseh­bar. Eine Rechts­ver­ord­nung wur­de nicht erlas­sen. Die Ein­füh­rung des elek­tro­ni­schen Grund­buchs (Sol­um­STAR) steht kurz vor dem Abschluss, das auto­ma­ti­sier­te Abruf­ver­fah­ren ist ein­ge­rich­tet. Im Bereich der Regis­ter­füh­rung wird das Ver­fah­ren Regis­STAR ein­ge­führt. Ende 2004 soll hier das auto­ma­ti­sier­te Abruf­ver­fah­ren über das Inter­net pilo­tiert wer­den.
Schles­wig-Hol­stein Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0431 – 9880
Im Bereich Elek­tro­ni­sches Grund­buch gibt es „Folia“, dort wird die Aus­stat­tung im über­nächs­ten Jahr abge­schlos­sen sein. Bei der Regis­ter­au­to­ma­ti­on wird das Pilot­pro­jekt beim AG Kiel in 1 – 2 Mona­ten abge­schlos­sen. Bis Ende nächs­ten Jah­res sol­len alle bis­he­ri­gen (27) Regis­ter­ge­rich­te auf 4 zen­tra­le Regis­ter­ge­rich­te kon­zen­triert und auto­ma­ti­siert wer­den. Es gibt ein elek­tro­ni­sches Mahn­ver­fah­ren „Sche­ma“, die Auto­ma­ti­on läuft ana­log dem Pro­jekt in Stutt­gart. In Kür­ze wird Pro­fi­Mahn und das online Mahn­ver­fah­ren ein­ge­setzt. Ein Beleg­le­se­ver­fah­ren ist für 2005/2006 geplant. Dane­ben gibt es den elek­tro­ni­schen Brief­kas­ten im Rah­men der Regis­ter­pro­jek­te. Ein Ein­satz in den Fach­ge­rich­ten und der ordent­li­chen Gerichts­bar­keit ist der­zeit nur in Pla­nung. Im Bereich der Aus­stat­tung gibt es Ser­vice­ar­beits­plät­ze der Rich­ter, Staats­an­wäl­te und Bediens­te­ten , die mit den Lösun­gen „mega“, „mes­ta“ und „judex“ lau­fen.

Schles­wig-Hol­stein nimmt am Por­tal „insolvenzbekanntmachungen.de“ teil, das auch umge­setzt ist. Dane­ben gibt es ein Jus­tiz­por­tal im Inter­net. Eine RVO zum Elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr ist noch nicht erlas­sen.

Thü­rin­gen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um:
0361 – 3795000
In Thü­rin­gen gibt es im Bereich ERV kei­ne lau­fen­den oder geplan­ten Pro­jek­te. Die Ein­füh­rung des elek­tro­ni­schen Grund­buchs ist in Thü­rin­gen abge­schlos­sen. Im Sep­tem­ber 2004 wur­de das letz­te Grund­buch digi­ta­li­siert. Ein Abruf­ver­fah­ren ist bereits ein­ge­rich­tet, es soll aller­dings durch eine web-Lösung im Früh­jahr 2005 abge­löst wer­den. Das Elek­tro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter wird in den Jah­ren 2005/2006 ein­ge­führt wer­den. Hier sind ins­be­son­de­re die Zeit­vor­ga­ben nach SLIM-IV zu beach­ten. Der Erfas­sungs­be­trieb soll im Herbst star­ten.

Gemein­sa­me Kom­mis­si­on „Elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr“: ERV-Pro­jek­te Stand: 09/2004