Bay­ern

Über­sicht über die lau­fen­den und geplan­ten Pro­jek­te
im Bereich „Elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr“ auf Län­der­ebe­ne
(Stand: Sep­tem­ber 2004)
Land Zustän­dig­keit / Erreich­bar­keit Pro­jek­te
Bay­ern Justizministerium:089 – 559701
Das Elek­tro­ni­sche Grund­buch (Sol­um­STAR) wur­de
flä­chen­de­ckend im Febru­ar 2002 ein­ge­führt und
umfasst rd. 60.000.000 Sei­ten. Das seit 1995 ein-
gesetz­te Abruf­ver­fah­ren mit Online-Ein­sicht­nah­me
in das Grund­buch steht seit Ende 2004 als Inter­net-
lösung zur Ver­fü­gung. Der­zeit nut­zen knapp 1200
Teil­neh­mer mit rund 200.000 Abru­fen monat­lich
die­se Online-Ein­sicht.
Das Elek­tro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter ist seit Juni 2004
flä­chen­de­ckend im Ein­satz; seit Sep­tem­ber 2003 ist
hier eine Online-Ein­sicht via Inter­net mög­lich, zur
Zeit gibt es ca. 40.000 Abru­fe monat­lich.
Bay­ern betei­ligt sich mit sämt­li­chen Insol­venz­ge­rich-
ten am Inter­net­por­tal „insol­venz­be­kannt­ma­chun-
gen.de“ der Län­der. Die Gerich­te sind dort ange-
schlos­sen; die vor­han­de­ne Web-For­mu­lar­lö­sung
wur­de durch eine in das IT-Fach­ver­fah­ren der Insol-
venz­ge­rich­te inte­grier­te Lösung ergänzt, mit der die
im Fach­ver­fah­ren erzeug­ten Bekannt­ma­chungs­tex­te
auto­ma­tisch über eine Schnitt­stel­le an das Län­der-
por­tal über­mit­telt wer­den.
Im Mahn­ver­fah­ren ist das Ver­fah­ren TARWEB ein-
geführt. Es ermög­licht mit pro­fes­sio­nel­ler Kanz­lei-
soft­ware erstell­te Mahn­an­trä­ge elek­tro­nisch zu ü-
ber­mit­teln.
Hin­ge­gen ermög­licht das Pro­jekt „Online-Mahn­an-
trag“ Antrag­stel­lern ohne eige­ne Soft­ware, Anträ­ge
über eine Inter­net­sei­te zu erstel­len und ent­we­der
aus­zu­dru­cken oder, falls sie über eine ent­spre­chen-
de Signa­tur­kar­te nebst Kar­ten­le­ser ver­fü­gen, mit
qua­li­fi­zier­ter digi­ta­ler Signa­tur elek­tro­nisch ein­zu­rei-
chen. Außer­dem wer­den von poten­ti­el­len Mahn­an-
trag­stel­lern (z.B. Ver­si­che­run­gen) Mahn­an­trä­ge
elek­tro­nisch auf Daten­trä­gern ein­ge­reicht. Der Anteil
der ins­ge­samt auf elek­tro­ni­schem Wege ein­ge­reich-
ten Mahn­an­trä­ge beträgt rund 65 % und lag in den
letz­ten Jah­ren bei über 900.000 Anträ­gen.
Dane­ben fin­det ein Daten­aus­tausch der Gerich­te
und Staats­an­walt­schaf­ten mit der Poli­zei und den
zen­tra­len Regis­tern des Bun­des, der Lan­des­jus­tiz-
kas­se und ande­ren Behör­den statt.