Minis­ter­prä­si­dent Tobi­as Hans mit Gruß­wort beim 27. Deut­schen EDV-Gerichts­tag in Saar­brü­cken

Tobi­as Hans: „Der EDV-Gerichts­tag ist eine Insti­tu­ti­on und eine Tra­di­ti­on des Lan­des, die wir als Lan­des­re­gie­rung ger­ne unter­stüt­zen und fort­ge­setzt sehen wol­len.“ 

Minis­ter­prä­si­dent Tobi­as Hans mit Gruß­wort beim 27. Deut­schen EDV-Gerichts­tag in Saar­brü­cken

Saar­brü­cken, 20.09.2018 – Der Minis­ter­prä­si­dent des Saar­lan­des, Tobi­as Hans, hat die Teil­neh­mer und Besu­cher des 27. Deut­schen EDV-Gerichts­tag im Namen der saar­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung will­kom­men gehei­ßen. Der saar­län­di­sche Regie­rungs­chef führ­te dabei aus, dass die Fach­ta­gung seit Jahr­zehn­ten zei­ge, wie die Umset­zung digi­ta­ler Recht­spre­chung im Saar­land vor­an­schrei­te. „Der EDV-Gerichts­tag ist zu einer Insti­tu­ti­on und zu einer Tra­di­ti­on des Lan­des gewach­sen, die wir als Lan­des­re­gie­rung ger­ne unter­stüt­zen und fort­ge­setzt sehen wol­len“, so Hans.

Vom auto­no­men Fah­ren bis zu tech­ni­schen Assis­tenz­sys­te­men in der Betreu­ung und Pfle­ge älter gewor­de­ner Men­schen hiel­ten immer mehr Lebens­sach­ver­hal­te Ein­zug in den Gerichts­all­tag, dem durch elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr gleich­zei­tig enor­me Ent­wick­lun­gen bevor­ste­hen. „Die Viel­zahl an poli­ti­schen Gre­mi­en und Bera­tungs­run­den zu den ver­schie­de­nen Hand­lungs­fel­dern zeigt, dass es für uns im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren in vie­len Gebie­ten Bera­tungs­be­darf gibt“, so der Minis­ter­prä­si­dent. Als kon­kre­tes Bei­spiel aus dem Saar­land hier­für wies Hans dar­auf hin, dass das Saar­land gemein­sam mit dem Insti­tut für Rechts­in­for­ma­tik an der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des die wich­tigs­ten Aspek­te der recht­li­chen und tech­nisch-orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­füh­rung der elek­tro­ni­schen Per­so­nal­ak­te vor­be­rei­te.

Der saar­län­di­sche Minis­ter­prä­si­dent führ­te außer­dem aus, dass das Saar­land im Juli die­ses Jah­res den Zuschlag für das bun­des­wei­te Modell­pro­jekt „Amts­ge­richt 4.0“ bekom­men habe. „Das Pro­jekt soll über 3 Jah­re die dabei zu berück­sich­ti­gen­den Rechts­fra­gen sowie der tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen klä­ren und wird in Koope­ra­ti­on der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des mit dem Amts­ge­richt Ott­wei­ler im Saar­land geleis­tet“, so Hans. Die Lan­des­re­gie­rung des Saar­lan­des habe des­halb ein „Digi­ta­li­sie­rungs­ge­setz“ in Auf­trag gege­ben, des­sen Umset­zung in der Feder­füh­rung der Staats­se­kre­tä­re Pro­fes­sor Mey­er und Theis lägen, und die von dem neu­en Bevoll­mäch­tig­ten für Inno­va­ti­on und Stra­te­gie beglei­tet wür­den. Ziel die­ses Arti­kel­ge­set­zes sei es, alle saar­län­di­schen Geset­ze auf ihre ‚Digi­tal­taug­lich­keit‘ zu unter­su­chen und wo erfor­der­lich zu moder­ni­sie­ren. „Die Erkennt­nis­se sind da, jetzt gilt es sie umzu­set­zen“, so Hans.

Als Minis­ter­prä­si­dent sei es sein Ziel, die guten Lebens­ver­hält­nis­se im Land noch bes­ser zu machen. „Eines mei­ner Haupt­an­lie­gen ist dabei, Digi­ta­li­sie­rung zu nut­zen, um das Saar­land wei­ter zu moder­ni­sie­ren. Denn mit der Per­spek­ti­ve der Digi­ta­li­sie­rung ver­fol­gen wir mehr Ser­vice­qua­li­tät in der Ver­wal­tung, mehr Schnel­lig­keit in der Erle­di­gung unse­rer Begeh­ren, mehr Mobi­li­tät und mehr Fami­li­en­freund­lich­keit am Arbeits­platz. Das sind schö­ne Aus­sich­ten“, so der Minis­ter­prä­si­dent. Den­noch müss­ten gera­de in der Jus­tiz beson­ders hohe Stan­dards gewahrt wer­den, wenn es um Daten­si­cher­heit, Ver­füg­bar­keit, Aus­fall- und Betriebs­si­cher­heit der Infra­struk­tu­ren gehe. Nur so könn­ten Ver­trau­en und Akzep­tanz geschaf­fen wer­den.

Das Saar­land habe in den ansäs­si­gen For­schungs­in­sti­tu­ten, etwa dem deut­schen For­schungs­zen­trum für Künst­li­che Intel­li­genz GmbH (DFKI), dem neu gegrün­de­ten Helmholtz/CISPA, dem Max-Planck-Insti­tut für Infor­ma­tik, dem Max-Planck-Insti­tut für Soft­ware­sys­te­me, dem Zen­trum für Bio­in­for­ma­tik sowie dem Leib­niz-Zen­trum für Infor­ma­tik GmbH (LZI), dem Insti­tut für Euro­päi­sches Medi­en­recht (EMR) und dem Insti­tut für Rechts­in­for­ma­tik (Ifor) her­vor­ra­gen­de Part­ner. „Der EDV-Gerichts­tag unter­streicht die­se Rol­le in der Moder­ni­sie­rung unse­res Lan­des auf bemer­kens­wer­te Wei­se“, so Hans.

Digi­ta­li­sie­rung bedeu­te, dass sich momen­tan die Chan­ce bie­te, bestehen­de Pro­zes­se völ­lig neu zu den­ken. „Wo kön­nen unse­re Ver­wal­tungs­struk­tu­ren agi­ler und effi­zi­en­ter wer­den? Um wirk­lich effi­zi­en­ter und nut­zer­ori­en­tier­ter zu wer­den, soll­ten wird das Ana­lo­ge nicht nur 1:1 in irgend­ei­ner Soft­ware abbil­den. Es gilt auch, unse­re Orga­ni­sa­tio­nen neu zu den­ken. Ich freue mich, dass das Saar­land mit dem EDV-Gerichts­tag das füh­ren­de Forum für einen sol­chen Aus­tausch bie­tet“, so Hans, der der Fach­ta­gung einen offe­nen Blick auf eine Zukunft, die schon heu­te gestal­tet wer­de, eine frucht­ba­re Kon­fe­renz und einen schö­nen Auf­ent­halt im Saar­land wünsch­te.