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BLK: Der ERV im e²-Ver­bund – Stand und Umset­zung in Nie­der­sach­sen

22. September 2016 um 13:20 Uhr bis 13:45 Uhr

Bund-Län­der-Kom­mis­si­on

Der ERV im e²-Ver­bund – Stand und Umset­zung in Nie­der­sach­sen

Don­ners­tag, 22.9.2016, 13.20 – 13.45 Uhr, HS 0.18

Refe­ren­ten:

Dr. Micha­el Hen­jes, Rich­ter am Ober­lan­des­ge­richt, Pro­gramm Mana­ger eJu­Ni, Nie­der­säch­si­sches Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um

Dr. Meik Lan­ge, Rich­ter am Amts­ge­richt, Pro­dukt­eig­ner in der nie­der­säch­si­schen Soft­ware­ent­wick­lung

Pro­to­koll und Prä­sen­ta­ti­on

Pro­to­koll

Das Gesetz zur För­de­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs mit den Gerich­ten ver­pflich­tet die Jus­tiz in wei­ten Tei­len spä­tes­tens ab 2022 ins­be­son­de­re mit Rechts­an­wäl­ten aus­schließ­lich elek­tro­nisch zu kom­mu­ni­zie­ren. Bereits im Vor­feld müs­sen die Gerich­te den elek­tro­ni­schen Zugang ab dem 1. Janu­ar 2018 ermög­li­chen, wobei den Län­dern eine so genann­te Opt-out-Klau­sel für zwei­mal ein Jahr zur Ver­fü­gung steht. Von die­ser Opt-out-Klau­sel wird Nie­der­sach­sen kei­nen Gebrauch machen.

Vom elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr zu unter­schei­den ist die Ein­füh­rung der elek­tro­ni­schen Gerichts­ak­te. Wäh­rend sich der elek­tro­ni­sche Rechts­ver­kehr auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Gerich­ten und den Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten bezieht, umfasst die elek­tro­ni­sche Akte die Spei­che­rung der elek­tro­ni­schen Ein­gän­ge sowie der intern erstell­ten Doku­men­te. Sobald die Gerich­te emp­fangs­be­reit wer­den, wer­den Medi­en­brü­che unum­gäng­lich. Elek­tro­ni­sche Doku­men­te müs­sen aus­ge­druckt wer­den, damit sie zur rechts­ver­bind­li­chen Papier­ak­te genom­men wer­den kön­nen. Die Jus­tiz wird zur Druck­stra­ße. Ohne eine elek­tro­ni­sche Akte wür­de die­ser Zustand dau­er­haft fort­be­stehen.

Zur auf­ga­ben- und kos­ten­tei­len­den Bewäl­ti­gung der Her­aus­for­de­rung haben sich die Län­der Bre­men, Hes­sen, Nord­rhein-West­fa­len, Saar­land, Sach­sen-Anhalt und Nie­der­sach­sen zum Ent­wick­lungs- und Pfle­ge­ver­bund „e²“ zusam­men­ge­schlos­sen. „e²“ steht für den Anspruch „ergo­no­misch-elek­tro­nisch“: Es wird eine elek­tro­ni­sche Arbeits­um­ge­bung für die Gerich­te und ihre Bediens­te­ten geschaf­fen, die nicht nur funk­tio­nal ist, son­dern mit ihrer beson­de­ren ergo­no­mi­schen Aus­rich­tung den Mehr­wert elek­tro­ni­scher Sach­be­ar­bei­tung erken­nen lässt und in die Pra­xis trägt. Wäh­rend Nie­der­sach­sen die Ent­wick­lung des Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramms e²T über­nom­men hat, wer­den die elek­tro­ni­sche Akte e²A von Nord­rhein-West­fa­len, der elek­tro­ni­sche Post­ein- und ‑aus­gang e²P von Hes­sen und das Saal­ma­nage­ment e²S von Sach­sen-Anhalt ent­wi­ckelt.

Inner­halb der nie­der­säch­si­schen Jus­tiz wur­den die Kom­pe­ten­zen für die Ein­füh­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs und der elek­tro­ni­schen Akte im Pro­gramm „elek­tro­ni­sche Jus­tiz Nie­der­sach­sen“ (eJu­Ni) gebün­delt. Ziel von eJu­Ni ist es, die gro­ße Chan­ce der Digi­ta­li­sie­rung zu nut­zen und die Geschäfts­pro­zes­se auf eine elek­tro­ni­sche Arbeits­tech­nik umzu­stel­len.

Die­se Umstel­lung ist für die Gerich­te als Orga­ni­sa­ti­on, in ers­ter Linie aber für die Bediens­te­ten mit tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen ver­bun­den. Nicht zuletzt e²T soll hier mit sei­nem hohen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad in der Text­ver­ar­bei­tung die Arbeits­ab­läu­fe ver­ein­fa­chen und so für eine posi­ti­ve Beglei­tung des Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses sor­gen.

Details

Datum:
22. September 2016
Zeit:
13:20 Uhr bis 13:45 Uhr
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Hör­saal 0.18
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