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E‑Justiz im Gast­land Ita­li­en: Der Online-Zivil­pro­zess

22. September 2016 um 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr

E‑Justiz im Gast­land Ita­li­en: Der Online-Zivil­pro­zess

Don­ners­tag, 22.09.2016, 13.00 – 14.30 Uhr, HS 0.23

Mode­ra­ti­on:

Rechts­an­walt Prof. Dr. Wil­fried Bern­hardt, Staats­se­kre­tär a.D., Natio­na­les E‑Go­vernment-Kom­pe­tenz­zen­trum

Refe­ren­ten:

Fran­ces­co Cot­to­ne, Rich­ter und der­zeit in der Gene­ral­di­rek­ti­on „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ zustän­di­ger Refe­rats­lei­ter und Mana­ger des IT-Sys­tems für die Zivil­jus­tiz

Ales­san­dra Catal­di, Rich­te­rin und der­zeit in der Gene­ral­di­rek­ti­on „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ zustän­di­ge Refe­rats­lei­te­rin und Mana­ge­rin des IT-Sys­tems für die Straf­jus­tiz

Giu­lio Bor­sa­ri, IT-Ver­ant­wort­li­cher im Gene­ral­di­rek­to­rat „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ sowie tech­ni­scher Koor­di­na­tor des Zivil­sys­tems

Prä­sen­ta­tio­nen:

Giu­lio Bor­sa­ri – Pro­ces­so civi­le tele­ma­ti­co

Giu­lio Bor­sa­ri – Pro­ces­so civi­le tele­ma­ti­co

Fran­ces­co Cot­to­ne – E‑Justice plans in Ita­ly – sta­te of the art and per­spec­tives

Fran­ces­co Cot­to­ne – E‑justice plans in Ita­ly – sta­te of the art and per­spec­tives

Der „Pro­ces­so civi­le tele­ma­ti­co“ – der „Online-Zivil­pro­zess“, wur­de durch das Ita­lie­ni­sche Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um seit 2003 ent­wi­ckelt und ist das wohl bedeut­sams­te E‑Jus­ti­ce-Pro­jekt in Ita­li­en für 165 erst­in­stanz­li­che Gerich­te, 848 Frie­dens­rich­ter, 26 Beru­fungs­ge­rich­te, den Kas­sa­ti­ons­ge­richts­hof sowie 250 000 Rechts­an­wäl­te sowie ande­re Pro­fes­sio­nel­le wie Sach­ver­stän­di­ge, Behör­den­mit­ar­bei­ter usw. Es stellt auch im euro­päi­schen Ver­gleich ein bemer­kens­wer­tes Modell einer voll­stän­dig auf einer siche­ren IT-Infra­struk­tur basie­ren­den, durch­ge­hen­den Jus­tiz­kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Nut­zern außer­halb der Gerich­te (Rechts­an­wäl­te, Sach­ver­stän­di­ge, Behör­den, Bür­ger, pri­va­te Unter­neh­men usw.) und den auto­ri­sier­ten Nut­zern inner­halb des Gerichts (Rich­ter und Geschäfts­stel­len bzw. Regis­tra­to­ren) dar. Die­se hoch­si­che­re Infra­struk­tur ermög­licht eine auf Authen­ti­zi­tät, Inte­gri­tät, Beweis­si­cher­heit und Ver­trau­lich­keit set­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on. Damit wird ein exter­ner Zugang zu den elek­tro­ni­schen Gerichts­ak­ten geschaf­fen, exter­ne pro­fes­sio­nel­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­ner der Jus­tiz erhal­ten auch elek­tro­ni­sche Mit­tei­lun­gen und Ent­schei­dun­gen oder nut­zen elek­tro­ni­sche Bezahl­sys­te­me. Schritt für Schritt wird die­ses Sys­tem auch auf nicht anwalt­lich ver­tre­te­ne Par­tei­en aus­ge­wei­tet.

Rich­ter arbei­ten eben­falls digi­tal, sie ver­fü­gen über eine ent­spre­chen­de Soft­ware zum Emp­fang und zur Bear­bei­tung der ein­ge­hen­den Doku­men­te, zur digi­ta­len Signa­tur und zur elek­tro­ni­schen Über­mitt­lung der Ent­schei­dun­gen an die Geschäfts­stel­len. Rich­ter kön­nen die IT-Infra­struk­tur auch außer­halb des Büros nut­zen. Gerichts­ent­schei­dun­gen ste­hen zur kom­for­ta­blen Recher­che zur Ver­fü­gung. Tech­nisch arbei­tet die ita­lie­ni­sche Jus­tiz mit einem zer­ti­fi­zier­ten Mail­sys­tem („Pos­ta Elet­t­ro­ni­ca Cer­ti­fi­ca­ta“) mit S‑MI­ME-Ver­schlüs­se­lung und digi­ta­len Signa­tu­ren, sowie Über­mitt­lung von XML-Struk­tur­da­ten.

Die ita­lie­ni­sche Gesetz­ge­bung hat den Ent­wick­lungs­pro­zess nor­ma­tiv gesteu­ert und z.B. auch ERV-Nut­zungs­pflich­ten für Rechts­an­wäl­te und ande­re Pro­fes­sio­nel­le geschaf­fen.

Nach einer Ein­füh­rung durch Prof. Dr. Wil­fried Bern­hardt wer­den die Exper­ten aus dem ita­lie­ni­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um das ita­lie­ni­sche E‑Jus­ti­ce-Pro­jekt erläu­tern:

Herr Fran­ces­co Cot­to­ne, Rich­ter und der­zeit in der Gene­ral­di­rek­ti­on „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ zustän­di­ger Refe­rats­lei­ter und Mana­ger des IT-Sys­tems für die Zivil­jus­tiz wird in sei­ner Prä­sen­ta­ti­on die kon­kre­ten juris­ti­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Aspek­te dar­stel­len, die sich auf die Ein­füh­rung des PCT in allen Zivil­ge­rich­ten bezie­hen und zu Fra­gen der Fort­bil­dung, der Unter­stüt­zung und der Pro­ble­me bzw. Her­aus­for­de­run­gen bei der Ein­füh­rung Stel­lung neh­men.

Frau Ales­san­dra Catal­di, Rich­te­rin und der­zeit in der Gene­ral­di­rek­ti­on „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ zustän­di­ge Refe­rats­lei­te­rin und Mana­ge­rin des IT-Sys­tems für die Straf­jus­tiz wird die Digi­ta­li­sie­rung des Straf­ver­fah­rens beschrei­ben und die Pla­nun­gen für einen Pro­ces­so Tele­ma­ti­co im Bereich der Straf­jus­tiz prä­sen­tie­ren.

Herr Giu­lio Bor­sa­ri, IT-Ver­ant­wort­li­cher im Gene­ral­di­rek­to­rat „IT-Sys­tem des Minis­te­ri­ums“ sowie tech­ni­scher Koor­di­na­tor des Zivil­sys­tems, wird die tech­ni­schen Schlüs­sel­as­pek­te des ita­lie­ni­schen E‑Jus­ti­ce-Pro­jekts erläu­tern.

Die Dis­kus­si­on wird sich der Fra­ge zuwen­den, wel­che ita­lie­ni­schen Erfah­run­gen aus dem Groß­pro­jekt gewinn­brin­gend sein könn­ten für die deut­sche E‑Jus­ti­ce-Ent­wick­lung.

Details

Datum:
22. September 2016
Zeit:
13:00 Uhr bis 14:30 Uhr
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Hör­saal 0.23
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