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Elektronische Beweissicherung

20. September um 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr

Hörsaal 0.06

Mod­er­a­tion: Jörn Erbguth, Diplom Infor­matik­er, Diplom Jurist, Lehrbeauf­tragter, Pro­movend an der Uni­ver­sität Genf zu Blockchain im Bere­ich Infor­ma­tion Sys­tem Sci­ence, Genf
Ref­er­enten: Ulrike Meis­ing, Fachan­wältin für Fam­i­lien­recht, Medi­a­torin, Kan­zlei Meis­ing, Altomün­ster
Sil­van Jon­gerius, geschäfts­führen­der Gesellschafter von Tech GDPR, Berlin
Den­nis Hille­mann, Fachan­walt für Ver­wal­tungsrecht, KPMG Laww Recht­san­walts­ge­sellschaft mbH, Ham­burg
Präsen­ta­tio­nen:Präsentation_Jongerius
Präsen­ta­tion Meis­ing
Präsen­ta­tion Hille­mann

Immer mehr Beweise fall­en elek­tro­n­isch an. Ange­fan­gen von E‑Mails, Screen­shots über sichergestellte Fest­plat­ten und Auskün­ften von Providern sind viele juris­tis­che Ver­fahren ohne elek­tro­n­is­che Beweise nicht mehr vorstell­bar. Allerd­ings sind elek­tro­n­is­che Beweise leicht ver­fälschbar. Screen­shots kön­nen jed­erzeit manip­uliert wer­den. Die Absenderangabe bei E‑Mails ist ein frei wählbares Feld. Der Aus­druck ein­er E‑Mail kann auch nicht beweisen, dass jemand eine entsprechende E‑Mail erhal­ten und versendet hat. Selb­st das beA bot keinen zuver­läs­si­gen Nach­weis über ver­sandte oder erhal­tene Nachricht­en mehr, sobald diese ein­mal aus dem beA exportiert wur­den. Die drei Referent*innen stellen einige tech­nis­che Ver­fahren vor, wie elek­tro­n­is­che und andere Beweise elek­tro­n­isch gesichert sind. Das geht von elek­tro­n­is­chen Sig­na­turen und Zeit­stem­pel gemäß eIDAS-Verord­nung bis zu Blockchain-basierten Zeit­stem­peln und Zer­ti­fikat­en. Sie beleucht­en dabei sowohl die Prob­lematik aus juris­tisch-the­o­retis­ch­er Sicht als auch die Prax­is im juris­tis­chen All­t­ag und entwick­eln Vorschläge in Rich­tung von Best Prac­tices, die nach den Vorträ­gen mit dem Pub­likum disku­tiert wer­den.

Ulrike Meis­ing ist seit mehr als 20 Jahren Recht­san­wältin; außer­dem Fachan­wältin für Fam­i­lien­recht, zer­ti­fizierte Medi­a­torin und Ref­er­entin. Sie gle­icht ihre alltägliche Erfahrung aus der Arbeit mit Man­dan­tInnen, Behör­den und Gericht­en mit all­ge­meinen gesellschaftlichen und wis­senschaftliche Erken­nt­nis­sen zur dig­i­tal­en Trans­for­ma­tion ab, auf der Suche nach prak­tik­ablen und sin­nvollen Ableitun­gen.

Sil­van Jon­gerius (CIPP/e, Tüv-DSB) ist geschäfts­führen­der Gesellschafter von TechGDPR (techgdpr.com), einem Beratung­sun­ternehmen für Daten­schutz und Pri­va­cy für Tech­nolo­gien wie KI, IoT und ins­beson­dere Blockchain. Er ist Ref­er­ent, Men­tor und Gast­dozent sowie Mitvor­sitzen­der der INAT­BA-Arbeits­gruppe Daten­schutz und Präsi­dent der Non-Prof­it-Organ­i­sa­tion BerChain. Er recher­chiert und schreibt regelmäßig über The­men aus den Bere­ichen Daten­schutz und Tech­nolo­gie.

Den­nis Hille­mann ist Fachan­walt für Ver­wal­tungsrecht und arbeit­et seit mehr als 13 Jahren im öffentlichen Sek­tor mit Bun­desmin­is­te­rien, Behör­den und Unternehmen zusam­men. Bei der KPMG Law ver­ant­wortet er die Solu­tion „Beratung in kom­plex­en Ver­wal­tungsver­fahren“. Er engagiert sich für die Dig­i­tal­isierung im öffentlichen Sek­tor, ins­beson­dere für die Blockchain-Tech­nolo­gie.

Jörn Erbguth ist Diplom-Infor­matik­er und Diplom-Jurist. Er berät zu Blockchains und Daten­schutz, Lehrbeauf­tragter an ver­schiede­nen Schweiz­er Uni­ver­sitäten und pro­moviert aktuell zum The­ma Blockchain und Gov­er­nance. Jörn Erbguth ist Mit­glied im Vor­stand des EDV-Gericht­stags.

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