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Elek­tro­ni­sche Beweis­si­che­rung

20. Sep­tem­ber 2019 um 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr

Hör­saal 0.06

Mode­ra­ti­on: Jörn Erb­guth, Diplom Infor­ma­ti­ker, Diplom Jurist, Lehr­be­auf­trag­ter, Pro­mo­vend an der Uni­ver­si­tät Genf zu Block­chain im Bereich Infor­ma­ti­on Sys­tem Sci­ence, Genf
Refe­ren­ten: Ulri­ke Mei­sing, Fach­an­wäl­tin für Fami­li­en­recht, Media­to­rin, Kanz­lei Mei­sing, Alto­müns­ter
Sil­van Jon­ge­ri­us, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter von Tech GDPR, Ber­lin
Den­nis Hil­le­mann, Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht, KPMG Laww Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Ham­burg

Immer mehr Bewei­se fal­len elek­tro­nisch an. Ange­fan­gen von E‑Mails, Screen­shots über sicher­ge­stell­te Fest­plat­ten und Aus­künf­ten von Pro­vi­dern sind vie­le juris­ti­sche Ver­fah­ren ohne elek­tro­ni­sche Bewei­se nicht mehr vor­stell­bar. Aller­dings sind elek­tro­ni­sche Bewei­se leicht ver­fälsch­bar. Screen­shots kön­nen jeder­zeit mani­pu­liert wer­den. Die Absen­der­an­ga­be bei E‑Mails ist ein frei wähl­ba­res Feld. Der Aus­druck einer E‑Mail kann auch nicht bewei­sen, dass jemand eine ent­spre­chen­de E‑Mail erhal­ten und ver­sen­det hat. Selbst das beA bot kei­nen zuver­läs­si­gen Nach­weis über ver­sand­te oder erhal­te­ne Nach­rich­ten mehr, sobald die­se ein­mal aus dem beA expor­tiert wur­den. Die drei Referent*innen stel­len eini­ge tech­ni­sche Ver­fah­ren vor, wie elek­tro­ni­sche und ande­re Bewei­se elek­tro­nisch gesi­chert sind. Das geht von elek­tro­ni­schen Signa­tu­ren und Zeits­tem­pel gemäß eID­AS-Ver­ord­nung bis zu Block­chain-basier­ten Zeits­tem­peln und Zer­ti­fi­ka­ten. Sie beleuch­ten dabei sowohl die Pro­ble­ma­tik aus juris­tisch-theo­re­ti­scher Sicht als auch die Pra­xis im juris­ti­schen All­tag und ent­wi­ckeln Vor­schlä­ge in Rich­tung von Best Prac­tices, die nach den Vor­trä­gen mit dem Publi­kum dis­ku­tiert wer­den.

Ulri­ke Mei­sing ist seit mehr als 20 Jah­ren Rechts­an­wäl­tin; außer­dem Fach­an­wäl­tin für Fami­li­en­recht, zer­ti­fi­zier­te Media­to­rin und Refe­ren­tin. Sie gleicht ihre all­täg­li­che Erfah­rung aus der Arbeit mit Man­dan­tIn­nen, Behör­den und Gerich­ten mit all­ge­mei­nen gesell­schaft­li­chen und wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­sen zur digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on ab, auf der Suche nach prak­ti­ka­blen und sinn­vol­len Ablei­tun­gen.

Sil­van Jon­ge­ri­us (CIPP/e, Tüv-DSB) ist geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter von Tech­GD­PR (techgdpr.com), einem Bera­tungs­un­ter­neh­men für Daten­schutz und Pri­va­cy für Tech­no­lo­gi­en wie KI, IoT und ins­be­son­de­re Block­chain. Er ist Refe­rent, Men­tor und Gast­do­zent sowie Mit­vor­sit­zen­der der INAT­BA-Arbeits­grup­pe Daten­schutz und Prä­si­dent der Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­ti­on Ber­Chain. Er recher­chiert und schreibt regel­mä­ßig über The­men aus den Berei­chen Daten­schutz und Tech­no­lo­gie.

Den­nis Hil­le­mann ist Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht und arbei­tet seit mehr als 13 Jah­ren im öffent­li­chen Sek­tor mit Bun­des­mi­nis­te­ri­en, Behör­den und Unter­neh­men zusam­men. Bei der KPMG Law ver­ant­wor­tet er die Solu­ti­on „Bera­tung in kom­ple­xen Ver­wal­tungs­ver­fah­ren“. Er enga­giert sich für die Digi­ta­li­sie­rung im öffent­li­chen Sek­tor, ins­be­son­de­re für die Block­chain-Tech­no­lo­gie.

Jörn Erb­guth ist Diplom-Infor­ma­ti­ker und Diplom-Jurist. Er berät zu Block­chains und Daten­schutz, Lehr­be­auf­trag­ter an ver­schie­de­nen Schwei­zer Uni­ver­si­tä­ten und pro­mo­viert aktu­ell zum The­ma Block­chain und Gover­nan­ce. Jörn Erb­guth ist Mit­glied im Vor­stand des EDV-Gerichts­tags.

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