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Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) & Künstliche Intelligenz

25. September 2020 um 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr

Die Prob­leme in Social Media sind von großer Aktu­al­ität. Es gibt unge­brem­sten Hass, Belei­di­gun­gen und eine gewisse Enthem­mung in Teilen dieser Medi­en. Es gibt Manip­u­la­tio­nen und Fake News. Wer durch Posts in Social Media in seinen Recht­en ver­let­zt wird, ste­ht manch­mal immer noch vor großen Hür­den, seine Rechte durchzuset­zen. Auch der Staat scheint Schwierigkeit­en zu haben, die Min­dest­stan­dards des sozialen Zusam­men­lebens in diesen Medi­en durchzuset­zen.

Der Arbeit­skreis fragt zuerst nach den wirk­lichen Prob­le­men der Rechts­durch­set­zung. Wie schwierig ist es eigentlich den Has­s­poster zu belan­gen? Wie schnell reagieren die Plat­tfor­men? Und wenn sie reagieren, wie reagieren sie? Was ist, wenn sie über­reagieren? Fällt das Ergeb­nis jedoch nicht zur eige­nen Zufrieden­heit aus oder sollen ziv­il- oder strafrechtliche Ansprüche durchge­set­zt wer­den, kann der Weg immer noch steinig sein. Ein erster Vor­trag beleuchtet die Nöte und Chan­cen der durch Hass und Manip­u­la­tio­nen Geschädigten.

Das Net­zDG fordert nun­mehr eine schnelle Reak­tion der Plat­tform-Anbi­eter.
Gemessen an der Mächtigkeit des sekündlichen Infor­ma­tion­sstroms ist jede Mod­er­a­tion schnell über­fordert. Oder sie muss so viele Mod­er­a­toren beschäfti­gen, dass sich die Plat­tform nicht mehr ren­tiert. Also wird KI einge­set­zt. Wir fra­gen uns, ob und wann diese KI ihrer Auf­gabe gerecht wird. Wie wird mit den inhärenten Lim­i­tierun­gen umge­gan­gen? Wer­den wir der Tat­sache gerecht, dass stets nur Muster wieder­erkan­nt wer­den, aber die KI kein Textver­ständ­nis hat? Welche Auswirkun­gen hat das auf eine informierte Mei­n­ungs­bil­dung in ein­er demokratis­chen Gesellschaft? Ist mit der geplanten Nov­el­le des Net­zDG, mit Gegen­vorstel­lungver­fahren und Schlich­tungsstellen eine Besserung zu erwarten? Oder zwingt das Net­zDG zur KI und zur Bevor­mundung der Teil­nehmer eines Social Net­work über das notwendi­ge Maß hin­aus. Der Arbeit­skreis ver­sucht Licht ins Dunkel zu brin­gen.

Ref­er­enten:

Dr. Ben­jamin Krause, Ober­staat­san­walt, Zen­tral­stelle zur Bekämp­fung der Inter­netkrim­i­nal­ität (ZIT), Gen­er­al­staat­san­waltschaft Frank­furt am Main

Jörn Erbguth, Diplom Infor­matik­er, Diplom Jurist, Lehrbeauf­tragter, Pro­movend an der Uni­ver­sität Genf zu Blockchain im Bere­ich Infor­ma­tion Sys­tem Sci­ence, Genf

Mod­er­a­tion:

Jörn Erbguth, Diplom Infor­matik­er, Diplom Jurist, Lehrbeauf­tragter, Pro­movend an der Uni­ver­sität Genf zu Blockchain im Bere­ich Infor­ma­tion Sys­tem Sci­ence, Genf

Rigo Wen­ning, Recht­san­walt, Euro­pean Research Con­sor­tium for Infor­mat­ics & Math­e­mat­ics (ERCIM) World Wide Web Con­sor­tium (W3C), Anwalt­skan­zlei Frös­ner & Part­ner mbB Freising​

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