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Sichere elektronische Identitäten

24. September  um  9:00 Uhr  bis  10:00 Uhr 

Qual­i­fizierte elek­tro­n­is­che Sig­na­turen wer­den von der Jus­tiz und Teilen der Anwaltschaft als lästige Begleit­er­schei­n­ung des elek­tro­n­is­chen Rechtsverkehrs abgelehnt und deshalb in § 130a ZPO durch sichere Über­mit­tlung erset­zt. Dabei hat die eIDAS Verord­nung durch die stärkere europaweite Vere­in­heitlichung sowie die Ein­führung von Fernsigna­turen, elek­tro­n­is­chen Siegeln und anderen Dien­ste zu einem Par­a­dig­men­wech­sel geführt. Ver­trauens­di­en­ste wer­den in der Wirtschaft zunehmend einge­set­zt. Unternehmen haben erkan­nt, dass beim elek­tro­n­is­chen Rechtsverkehr nicht nur Por­to einges­part, son­dern die ganze Prozess­kette dig­i­tal­isiert wer­den kann. Entsprechend wer­den vom Ver­braucher­dar­lehensver­trag über Teilzeitar­beitsver­hält­nisse etc. immer mehr Anwen­dungs­felder für qual­i­fizierte elek­tro­n­is­che Sig­na­turen erschlossen und die qual­i­fizierten elek­tro­n­is­chen Sig­na­turen wer­den in den dig­i­tal­en Work­flow der Unternehmen ein­be­zo­gen. Im Arbeit­skreis wer­den neben den qual­i­fizierten elek­tro­n­is­chen Sig­na­turen auch andere Ver­trauens­di­en­ste und sichere elek­tro­n­is­che Iden­titäten vorgestellt. Auch wird dargestellt, welche Entwick­lun­gen es durch die rechtliche Möglichkeit zur Erstel­lung von Fernsigna­turen gegeben hat.

Dr. Thomas Lapp ist Recht­san­walt, zer­ti­fiziert­er Medi­a­tor und Fachan­walt für Infor­ma­tion­stech­nolo­gierecht. Er ist Part­ner der IT-Kan­zlei dr-lapp.de GbR, Lehrbeauf­tragter der Uni­ver­sitäten Frank­furt am Main und Mainz, der FOM Hochschule für Ökonomie, der Deutschen Anwal­takademie etc. Ist Mit­glied des Vor­stands des Deutschen EDV Gericht­stags, der davit – Arbeits­ge­mein­schaft Infor­ma­tion­stech­nolo­gierecht im Deutschen Anwaltvere­in, Vor­sitzen­der der NIFIS – Nationale Ini­tia­tive für Infor­ma­tion und Inter­net­sicher­heit e.V. Mit Chris­t­ian Drews ist er Autor der Kom­men­tierung der EIDAS VO sowie des VDG in BeckOK IT-Rcht (Hrsg.: Borges/Hilber)

Chris­t­ian Drews, LL.M.Eur., ist Prokurist und Syn­dikus­recht­san­walt der Gov­ernikus GmbH & Co. KG sowie zer­ti­fiziert­er Medi­a­tor. Dort begleit­et er The­men rund um eGov­ern­ment und eJus­tice von der Geset­zge­bung bis zur Umset­zung. Er ist seit über 20 Jahren im Bere­ich der elek­tro­n­is­chen Sig­natur und der Ver­trauens­di­en­stean­bi­eter tätig und Mit­glied divers­er Arbeits­grup­pen in ver­schiede­nen Ver­bän­den. Mit Thomas Lapp ist er Autor der Kom­men­tierung der EIDAS VO sowie des VDG in BeckOK IT-Rcht (Hrsg.: Borges/Hilber)

Wer wird die näch­ste Gen­er­a­tion von dig­i­tal­en Sig­na­turen und Iden­titäten kon­trol­lieren? Wenn die dig­i­tal­en Iden­titäten der Bürg­erin­nen und Bürg­er wed­er in staatlichen Hän­den noch in den Hän­den pri­vater Konz­erne liegen sollen, bietet sich das Mod­ell der Self Sou­ver­eign Iden­ti­ty an. Dies ist ein dezen­trales Konzept, bei dem Nutzerin­nen und Nutzer die unmit­tel­bare Kon­trolle über ihre Iden­tität haben sollen. Die EU-Kom­mis­sion hat dezen­trale Ver­trauen­stech­nolo­gien mit dem Euro­pean Self Sou­ver­eign Iden­ti­ty Frame­wark ESSIF sowie der darunter liegen­den Euro­pean Blockchain Ser­vices Infra­struc­ture EBSI schon länger gefördert. Nun haben Spanien und Deutsch­land sich zu ein­er Zusam­me­nar­beit bei der Entwick­lung eines län­derüber­greifend­en dezen­tralen Ökosys­tems dig­i­taler Iden­titäten bekan­nt. Auch der Entwurf der Revi­sion der eIDAS-Verord­nung sieht eine Anerken­nung qual­i­fiziert­er elek­tro­n­is­ch­er Ledger als Beweis­mit­tel vor. Der Vor­trag gibt einen Ein­blick in die zugrunde liegen­den Tech­nolo­gien, die Pro­jek­te der EU-Kom­mis­sion und die geplante Anerken­nung mit der eIDAS-Nov­el­le, die den Schw­er­punkt auf das The­ma elek­tro­n­is­che Iden­titäten und Wal­lets legt. Es find­en sich allerd­ings auch viele weit­ere neue The­men in dem Entwurf, wie beispiel­sweise der Betrieb von Blockchains als Vertrauensdienst.

Jörn Erbguth ist Diplom-Infor­matik­er und Diplom-Jurist. Er ist Head of Tech­nol­o­gy Insights beim Vere­in Gene­va Macro Labs. Er berät zudem zu Blockchains und Daten­schutz und ist Lehrbeauf­tragter an ver­schiede­nen Schweiz­er Uni­ver­sitäten. Jörn Erbguth ist Mit­glied im Vor­stand des EDV-Gerichtstags.

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