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Visua­li­sie­rung in gericht­li­chen Ver­fah­ren

20. Sep­tem­ber 2019 um 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr

Hör­saal 0.19

Mode­ra­ti­on:Flo­ri­an Strunk, Vor­stands­mit­glied im Deut­schen EDV-Gerichts­tag e.V.

9:00 – 9:30 Uhr

Medi­en­tech­nik im Gerichts­saal-Stan­dar­di­sie­rung als Schlüs­sel zum Erfolg
Refe­rent:Andre­as Mül­ler, Busi­ness Deve­lop­ment Mana­ger Gover­ne­ment Mar­ket, Cres­tron Ger­ma­ny GmbH

Mit der Ein­füh­rung des papier­lo­sen Ver­fah­rens wird die Nut­zung von Medi­en­tech­nik zur Visua­li­sie­rung von Doku­men­ten im Gerichts­saal erfor­der­lich. Die Jus­tiz steht damit vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Die ein­ge­setz­te Tech­nik muss bedien­freund­lich, betriebs­si­cher und ska­lier­bar sein und sich leicht inte­grie­ren las­sen. Idea­ler­wei­se kön­nen wei­te­re Funk­tio­nen ein­ge­bun­den wer­den, wie z.B. eine Video­kon­fe­renz, die Zeu­gen­ver­neh­mung, Licht und Kli­ma­tech­nik.

Ein gutes Kon­zept bie­tet vie­le Vor­tei­le, eine Stan­dar­di­sie­rung hilft Risi­ken zu ver­mei­den.

9:30 – 10:00 Uhr

Blick über den euro­päi­schen Tel­ler­rand- Sit­zungs­vi­sua­li­sie­rung und audio­vi­su­el­le Auf­zeich­nun­gen in spa­ni­schen Gerichts­sä­len (in eng­li­scher Spra­che)
Refe­rent:Vin­cen­te Delas Rami­rez, App­li­ca­ti­on Trans­for­ma­ti­on Jus­ti­ce and IOT Mana­ger
Fuji­tsu, Spa­ni­en

Das spa­ni­sche Gesetz 1/2000 hat die Audio- und Video­auf­zeich­nung in allen zivil­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten ver­bind­lich vor­ge­schrie­ben. Der Grund für die Ände­rung war, die münd­li­chen Tei­le des Ver­fah­rens (Anhö­run­gen) trans­pa­ren­ter zu gestal­ten, um Miss­ver­ständ­nis­se auf­grund unge­nau­er Tran­skrip­ti­on oder sub­jek­ti­ver Inter­pre­ta­ti­on des Gerichts­se­kre­tärs oder der Ste­no­gra­fen zu ver­mei­den. Die Auf­zeich­nun­gen stell­ten statt­des­sen eine genaue Wie­der­ga­be der Ver­hand­lung zur Ver­fü­gung und ersetz­ten jede Schreib­ma­schi­ne.

Auf­grund des Erfolgs die­ser Maß­nah­me erschien eini­ge Jah­re spä­ter ein neu­es Gesetz (Gesetz 13/2009), das die Auf­zeich­nung in allen Arten von Ver­fah­ren ver­bind­lich vor­schreibt und die schrift­li­che Auf­zeich­nung durch eine digi­tal signier­te Auf­zeich­nung ersetzt. Nun hat die­se digi­tal signier­te Auf­zeich­nung den Stel­len­wert eines Sit­zungs­pro­to­kolls. Fuji­tsu ent­warf ein Sys­tem namens ARCONTE, das bei den spa­ni­schen Gerich­ten weit ver­brei­tet ist und das die gesam­te Auf­zeich­nung, Spei­che­rung, Unter­zeich­nung, Strea­ming, Ver­tei­lung und den Zugang zu Gerichts­ver­hand­lun­gen über­nimmt. Im Vor­trag wer­den die Sys­tem­ar­chi­tek­tur und Funk­tio­na­li­tät sowie wei­te­re Aspek­te (erziel­te Ergeb­nis­se, Ein­spa­run­gen, Ände­rungs­ma­nage­ment…) im Zusam­men­hang mit der Ein­füh­rung eines sol­chen digi­ta­len Trans­for­ma­ti­ons­pro­jek­tes der Gerich­te vor­ge­stellt, das auf der lang­jäh­ri­gen Erfah­rung von Fuji­tsu in die­sem Bereich basiert.

10:00 – 10:30 Uhr

Sit­zungs­vi­sua­li­sie­rung in der Pra­xis
Aus dem Erfah­rungs­schatz des Bun­des­pa­tent­ge­richts

Refe­ren­ten: Mar­tin Musi­ol, Dipl. Ing., Vor­sit­zen­der Rich­ter am Bun­des­pa­tent­ge­richt, Referatsleiter,München
Arne Bie­rin­ger, Diplom Phys., Rich­ter am Bun­des­pa­tent­ge­richt, Mün­chen

Das Bun­des­pa­tent­ge­richt ver­han­delt bereits seit 2011 in „elek­tro­ni­schen“ Gerichts­sä­len. Aus den ursprüng­lich zwei Pilot­sä­len sind zwi­schen­zeit­lich fünf Säle unter­schied­li­cher Grö­ße und Aus­stat­tung her­vor­ge­gan­gen. Die dort im prak­ti­schen Ein­satz gewon­ne­nen Erfah­run­gen und dar­auf auf­bau­en­de Pla­nun­gen wer­den sowohl aus rich­ter­li­cher als auch aus tech­ni­scher Sicht vor­ge­stellt.

Im Fokus des Vor­tra­ges ste­hen dabei die mit der Visua­li­sie­rung von Sit­zungs­in­hal­ten eng ver­bun­de­nen Aspek­te der Daten­über­nah­me aus der Vor­in­stanz, deren Auf­be­rei­tung und Nut­zung im Kol­le­gi­al­ver­fah­ren sowie die Bereit­stel­lung durch und für die Betei­lig­ten bzw. die Öffent­lich­keit. Auch tech­ni­sche und ergo­no­mi­sche Details einer die münd­li­che Ver­hand­lungs­si­tua­ti­on unter­stüt­zen­den innen­ar­chi­tek­to­ni­schen Inte­gra­ti­on der Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Infor­ma­ti­ons­tech­nik in das modu­la­re Aus­stat­tungs­de­sign wer­den in die­sem Zusam­men­hang näher erläu­tert.

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