Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Wem gehö­ren die Daten? – Brau­chen wir ein neu­es imma­te­ri­el­les Recht?

19. Sep­tem­ber 2019 um 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Hör­saal 0.06

Mode­ra­ti­on:Dr. Ralf Köb­ler, Prä­si­dent des Land­ge­richts Darm­stadt
Dr. Tho­mas Lapp, Rechts­an­walt und Media­tor, IT-Kanz­lei dr-lapp.de, Frank­furt
Refe­ren­ten:Prof. Dr. em. Karl-Heinz Fezer, Ordi­na­ri­us a.D. für Bür­ger­li­ches Recht, Han­dels- und Gesell­schafts­recht, Gewerb­li­chen Rechts­schutz und Wirt­schafts­recht am Fach­be­reich Rechts­wis­sen­schaft der Sek­ti­on Poli­tik – Recht – Wirt­schaft an der Uni­ver­si­tät Kon­stanz, Hono­rar­pro­fes­sor an der Juris­ten­fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Leip­zig
Hans Stee­ge, Dipl.-Jur., Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter Lehr­stuhl für Zivil­recht, Euro­päi­sches und Inter­na­tio­na­les Wirt­schafts­recht an der Uni­ver­si­tät Han­no­ver

Daten, so ist immer wie­der zu hören, sind das Gold unse­rer Zeit. Vie­le Men­schen geben per­sön­li­che Daten unbe­dacht oder auch bedingt vor­sätz­lich preis, um gewünsch­te Leis­tun­gen im Inter­net kos­ten­los zu erhal­ten – sie bezah­len mit ihren Daten, die kom­mer­zi­ell wei­ter­ver­wen­det wer­den. In der Wirt­schaft ent­ste­hen an zahl­lo­sen Stel­len Daten, die über Geschäf­te oder Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fe Aus­kunft geben. Sie die­nen der Buch­füh­rung, der Über­wa­chung und Opti­mie­rung von Pro­zes­sen, und auch sie sind häu­fig Gold wert. Aber wem gehö­ren die Daten? Ein Eigen­tums­recht an Daten gibt es nicht. Daten kön­nen ledig­lich als eigen­tums­ähn­li­ches Recht ein­ge­stuft und dann als sons­ti­ges Recht im Sin­ne von § 823 Abs. 1 BGB geschützt wer­den. In einer kom­pli­zier­ten Geschäfts­welt der Finan­zie­rung von Pro­duk­ti­ons­mit­teln mit Kre­di­ten oder Lea­sing­mo­del­len hilft auch nicht mehr die Vor­stel­lung, dass die Daten dem­je­ni­gen gehö­ren, dem das Eigen­tum an dem jewei­li­gen Daten­trä­ger zusteht. Es ist daher in der Poli­tik und in der Rechts­wis­sen­schaft eine Dis­kus­si­on um die Fra­ge ent­stan­den, ob es der Schaf­fung eines eigen­tums­ähn­li­chen Imma­te­ri­al­gü­ter­rechts für Daten bedarf, oder ob das bis­he­ri­ge Instru­men­ta­ri­um des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­schut­zes ein­schließ­lich des Rechts der infor­ma­tio­nel­len Selbst­be­stim­mung und des Schut­zes von Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen inklu­si­ve des gewerb­li­chen Rechts­schut­zes in Ver­bin­dung mit den Mög­lich­kei­ten der Ver­trags­frei­heit aus­rei­chend ist. Hier­zu wer­den die bei­den Refe­ren­ten die jeweils unter­schied­li­che Posi­tio­nen ver­tre­ten anschlie­ßend mit den Teil­neh­mern des Arbeits­krei­ses in eine Dis­kus­si­on ein­tre­ten.

Der Arbeits­kreis fin­det mit Unter­stüt­zung der davit, AG Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie­recht im Deut­schen Anwalt­ver­ein statt.

Top
Skip to content