Landesbericht Sachsen-Anhalt

Übersicht über den Stand des DV-Einsatzes und weitere Planungen

1. Bisheriger Stand des Automationseinsatzes

1.1 Bei den Gericht­en und Jus­tizbe­hör­den des Lan­des Sach­sen-Anhalt sind fol­gende Automa­tion­spro­jek­te flächen­deck­end bei allen jew­eils in Betra­cht kom­menden Gericht­en und Jus­tizbe­hör­den im Ein­satz:

  • SOLUM (Grund­buch),
  • HAREG (Handels‑, Genossen­schafts- und Part­ner­schaft­sreg­is­ter),
  • REHA (Reha­bil­i­tierungsver­fahren bei den Landgericht­en),
  • JURIS-online (bei 16 Behör­den),
  • SHARK (Arbeits­gerichte),
  • SIJUS-STRAF (Staat­san­waltschaften),
  • WISTRA (Wirtschaftsstraf­sachen bei den Schw­er­punk­t­staat­san­waltschaften),
  • BASIS (Strafvol­lzug),
  • ASDIP (Automa­tis­che Schicht­di­en­st­pla­nung im Strafvol­lzug),
  • EVA (Ver­fahren zur Regelung offen­er Ver­mö­gens­fra­gen).

1.2 Weit­ere Ein­satzschw­er­punk­te liegen derzeit in den Pro­jek­t­bere­ichen

  • SOLUM-STAR (EDV-Grund­buch),
  • EUREKA (amts­gerichtliche Zivil­prozeßsachen),
  • TEXAS‑F (amts­gerichtliche Fam­i­lien­sachen),
  • TEXAS‑N (Nach­laßsachen),
  • CAPRI (Richter­ar­beit­splätze),
  • JULIA-VG (Ver­wal­tungs­gerichte).

Die Schreib­di­en­ste der Gerichte und Jus­tizbe­hör­den sind — soweit sie nicht in die vorste­hend aufge­führten Pro­jek­te ein­be­zo­gen sind — weit­ge­hend mit PC (Textver­ar­beitung Win­Word) aus­ges­tat­tet.

Die Ein­führung von Automa­tion­spro­jek­ten ist regelmäßig mit ein­er Über­prü­fung der organ­isatorischen Abläufe in den jew­eili­gen Arbeits­bere­ichen ver­bun­den.

2. Weitere Planungen

Für die näch­sten Jahren wird der flächen­deck­ende Ein­satz der zu Nr. 1.2 aufge­führten Pro­jek­te angestrebt. Darüber hin­aus sollen neue Pro­jek­t­bere­iche (z.B. Ver­fahren bei den Landgericht­en) in die Automa­tion ein­be­zo­gen wer­den. Dabei wird die Eige­nen­twick­lung von Soft­warelö­sun­gen auf der Grund­lage von Stan­dard­soft­ware (WIN­DOWS-App­lika­tio­nen) stärk­er als bish­er in den Vorder­grund treten.

Beson­dere Pla­nungss­chw­er­punk­te für die näch­sten Jahre sind

  • die flächen­deck­ende Ein­führung des “EDV-Grund­buchs” bis zum Jahre 2000,
  • die Ein­führung eines Pro­gramm­sys­tems zur maschinellen Führung des Handels‑, Genossen­schafts- und Part­ner­schaft­sreg­is­ters bis zum Jahre 1997,
  • die Entwick­lung und Ein­führung von Automa­tion­spro­jek­ten auf der Basis des Pro­gramm­sys­tems “EUREKA” für die amts­gerichtlichen Familien‑, Mobil­iar­voll­streck­ungs- und Straf­sachen, für die Zivil­prozeß- und Straf­sachen bei den Landgericht­en und für sozial­gerichtliche Ver­fahren,
  • die Ein­rich­tung des zen­tralen staat­san­waltschaftlichen Ver­fahren­sreg­is­ters gem. § 474 StPO.