Software-Evaluation

Zeit: Fre­itag, 9.00 Uhr
Fre­itag, 11.00 Uhr (Fort­set­zung)
Ort: HS 106
Mod­er­a­tion: Herr Richter am Ober­lan­des­gericht Wern­er Gut­deutsch, München
Ref­er­enten: Herr EDV-Sachvrständi­ger Dr. Siegfried Stre­itz,
Herr Dirk Buhlmann, Frank­furt

 

Ver­ab­schiedung der Gewich­tung für den Kri­te­rienkat­a­log

Nach­dem beim let­zten EDV-Gericht­stag der 2. Saar­brück­er Stan­dard zur Bew­er­tung von juris­tis­ch­er Soft­ware ver­ab­schiedet wurde, geht es nun darum, diesen Stan­dard mit Leben auszufüllen. Der Stan­dard beste­ht derzeit aus einem Kri­te­rienkat­a­log zur Soft­wareauswahl, der die bei einem nachvol­lziehbaren Entschei­dung­sprozeß wesentlichen Bere­iche enthält:

  • All­ge­meine Funk­tion­s­merk­male
  • Ergonomie
  • Inte­gra­tion
  • Investi­tion­ss­chutz

Sei­ther haben die miteinan­der kor­re­spondieren­den Mit­glieder des Arbeit­skreis­es einen Gewich­tungsvorschlag für die einzel­nen Kri­te­rien des Kat­a­logs mit Alter­na­tiv­en erar­beit­et, der nun aus­führlich vorgestellt und disku­tiert wer­den soll. Ziel ist es, einen möglichst weit­ge­hend ver­wend­baren Gewich­tungs­stan­dard als Ergänzung zum Kri­te­rienkat­a­log zu erar­beit­en, um die Ein­heitlichkeit und Ver­gle­ich­barkeit bei Soft­ware-Eval­u­a­tio­nen zu erre­ichen. Dabei sollen die ver­schiede­nen Inter­essen­la­gen der an ein­er Beschaf­fung beteiligten Per­so­n­en berück­sichtigt wer­den, so daß die Entschei­dung objek­tiviert und beleg­bar wird.

Als erstes Anwen­dungs­beispiel wurde die Win­dows-Ver­sion der Soft­ware “Fun­dus” des Her­stellers Siemens einem Test unter­zo­gen. Es han­delt sich um ein PC-basiertes Daten­bankpro­gramm für Juris­ten, das bei Behör­den, öffentlichen Ein­rich­tun­gen, Recht­san­wäl­ten und Juris­ten aller Fachrich­tun­gen einge­set­zt wird.

Die Ergeb­nisse dieser Unter­suchung sollen im einzel­nen präsen­tiert wer­den; dabei kön­nen alter­na­tive Gewich­tun­gen an diesem Beispiel demon­stri­ert wer­den, um die Auswirkun­gen von Ver­schiebun­gen bzw. unter­schiedliche Schw­er­punk­t­bil­dun­gen deut­lich zu machen.

Es ist vorge­se­hen, den genan­nten 2. Saar­brück­er Stan­dard mit einem Gewich­tungskonzept fortzuschreiben und diesen zu ver­ab­schieden und damit eine tragfähige Basis für zukün­ftige Eval­u­a­tio­nen zu schaf­fen.

Den Abschluß bildet ein Refer­at über “Bew­er­tungskri­te­rien bei CD-ROM gestützten Daten­banken”, in dem Dirk Buhlmann über die Test­prax­is in NJW-CoR bericht­en und ein neues Diskus­sions­feld für den Arbeit­skreis eröff­nen wird.