7. Deut­scher EDV-Gerichtstag 1998

7. Deut­scher EDV-Gerichtstag

vom 01. bis 03. April 1998

Vor­an­kün­di­gung

Der nächste Deut­sche EDV-Gerichtstag 1998 wird vom 01.04.1998 bis 03.04.1998 in Saar­brü­cken statt­fin­den. Den Beginn der Ver­an­stal­tung mar­kiert das tra­di­tio­nelle Zusam­men­tref­fen in den Räu­men der juris-GmbH am Abend des 01.04.1998.

Nach dem bis­he­ri­gen Stand der Pla­nun­gen sind fol­gende Arbeits­sit­zun­gen für den 02. und 03.04.1998 vor­ge­se­hen:

  • Zum 1.8.1997 ist das „Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz“ (“IuKD-Gesetz”) in Kraft getre­ten, das land­läu­fig bes­ser unter den Schlag­wor­ten „Multimedia-Gesetz“ oder „digi­tale Signa­tur“ behan­delt wird. Die damit in der Pra­xis zwi­schen­zeit­lich gewon­ne­nen Erfah­run­gen, auf­ge­tre­te­nen Pro­bleme und Lösungs­mög­lich­kei­ten wer­den Gegen­stand eines spe­zi­el­len Arbeits­krei­ses sein.
  • Der Rechtspfleger-Arbeitskreis wird die Auf­ga­ben­stel­lung „Elek­tro­ni­sche Grundbuch- und Regis­t­er­füh­rung“ behan­deln, für die sich ange­sichts der fort­schrei­ten­den Tech­ni­sie­rung auch Notare, Büro­vor­ste­her von Anwalts­kanz­leien sowie die Mit­ar­bei­ter von Hypo­the­ken­ban­ken inter­es­sie­ren.
  • Im Arbeits­kreis „EDV-gestützte Koope­ra­tion zwi­schen Poli­zei und Staats­an­walt­schaft“ wer­den im nächs­ten Jahr ins­be­son­dere prak­ti­sche Erfah­run­gen aus den Nie­der­lan­den vor­ge­stellt und dis­ku­tiert, aber auch neuere Ent­wick­lun­gen in der Bun­des­re­pu­blik erör­tert. Dabei geht es u.a. um ein ein­heit­li­ches „Straf­ta­ten­for­mat“ für die elek­tro­ni­sche Behand­lung unter­schied­li­cher Delikte.
  • Der Arbeits­kreis der Bund-Länder-Kommision wird sich mit meh­re­ren The­men­be­rei­chen befas­sen.
    Unter Berück­sich­ti­gung der prak­ti­schen Erfah­run­gen und des juris­ti­schen Dis­kus­si­ons­stan­des aus den USA sol­len prak­ti­sche und recht­li­che Fra­gen der Video­kon­fe­renz erör­tert wer­den.
    Zum The­men­be­reich „Re-engineering von Jus­tiz­lö­sun­gen“ wer­den Erfah­run­gen aus Öster­reich dar­ge­legt wer­den.
    Dar­über hin­aus wird unter dem Stich­wort „Auto­nome Tex­ter­zeu­gung“ über Anstren­gun­gen eini­ger Bun­des­län­der berich­tet, die Tex­ter­zeu­gung im Rah­men von Jus­tiz­an­wen­dun­gen von Stan­dard­soft­ware­pa­ke­ten zu lösen, um so eine grö­ßere Unab­hän­gig­keit von markt­be­herr­schen­den Anbie­tern und deren schnel­lem Ver­si­ons­wech­sel anzu­stre­ben.
  • Unter dem Titel „Authen­ti­fi­zie­rung“ soll in einem wei­te­ren Arbeits­kreis der Frage nach­ge­gan­gen wer­den, wel­che tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der Iden­ti­fi­zie­rung einer Per­son im moder­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zeß heute bestehen.
  • Große Men­gen von Papier bestim­men schon heute unsere all­täg­li­che Arbeit; Mas­sen von Doku­men­ten fal­len bei­spiels­weise in gro­ßen Wirt­schafts­straf­ver­fah­ren an und kön­nen in her­kömm­li­cher Papier­form kaum mehr sach­ge­recht bewäl­tigt wer­den. Der Arbeits­kreis „Paper­ma­nage­ment“ wird sich mit der Frage befas­sen, wel­che tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten bestehen, Schrift­stü­cke ein­zu­scan­nen und elek­tro­nisch zu ver­wal­ten. Hier gilt es, die bereits vor­han­de­nen Gege­ben­hei­ten dar­zu­stel­len, die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten und evtl. Anfor­de­run­gen an gesetz­ge­be­ri­sches Han­deln zu defi­nie­ren.
  • Eine wei­tere Arbeits­gruppe wird sich mit dem Thema „All­ge­mei­nes Daten­aus­tausch­mo­dell für Urteile“ befas­sen. Geplant ist, einen wei­te­ren Saar­brü­cker Stan­dard – dies­mal für die Bear­bei­tung juris­ti­scher Texte mit­tels SGML (Stan­dar­di­zed Gene­ral Markup Lan­guage) – zu defi­nie­ren.
  • Das Thema „Bewer­tung von juris­ti­schen CD-Roms“, mit des­sen Bear­bei­tung bereits im letz­ten Jahre begon­nen wor­den ist, wird aus der unter­schied­li­chen Sicht von Anwen­dern, Soft­ware­be­ra­tern und Ver­lags­ver­tre­tern wei­ter erör­tert wer­den.
  • Gleich­falls fort­ge­führt wird die Dis­kus­sion über „Hand­buch und Doku­men­ta­tion“, die sich mit den Anfor­de­run­gen befaßt, denen Soft­ware­do­ku­men­ta­tio­nen ent­spre­chen sol­len und das Ziel ver­folgt, zur Ver­bes­se­rung der oft unzu­rei­chen­den Beschrei­bun­gen von Soft­ware­pro­duk­ten bei­zu­tra­gen.
  • Auf­grund der gro­ßen posi­ti­ven Reso­nanz auf dem 6. EDV-Gerichtstag wird es auch par­al­lel zu den ein­zel­nen Arbeits­krei­sen durch­ge­hende Ver­an­stal­tun­gen zum „Inter­net für Juris­ten“ geben, in denen fol­gende The­men­kreise ange­spro­chen wer­den: Inter­net für Anfän­ger, Inter­net für Spe­zia­lis­ten (mit Datenbank-Thematik), Inter­net für Anwälte, Inter­net für Gerichte.
  • Arbeits­kreis­über­grei­fend soll ein Forum in Form einer „Chat-Ecke“ ein­ge­rich­tet wer­den, in dem sich Per­so­nen­grup­pen mit glei­chen Inter­es­sen zusam­men­fin­den kön­nen.

Die Fir­men­be­gleit­aus­stel­lung wird den Teil­neh­mern des EDV-Gerichtstages wie jedes Jahr inten­siv Gele­gen­heit bie­ten, sich einen brei­ten Über­blick über das Ange­bot an juris­ti­scher Soft­ware, spe­zi­el­ler EDV-Literatur und die viel­fäl­ti­gen CD-ROM-Anwendungen zu ver­schaf­fen und dabei im direk­ten Kon­takt mit Her­stel­lern, Anbie­tern und ande­ren Nut­zern Infor­ma­tio­nen aus­zu­tau­schen und prak­ti­sche Erfah­run­gen zu sam­meln.

Im ver­eins­in­ter­nen Teil des EDV-Gerichtstages ste­hen im nächs­ten Jahr Vor­stands­wah­len an.

Anfra­gen und Anmel­dun­gen sind zu rich­ten an den Deut­schen EDV-Gerichtstag e.V. Lehr­stuhl Prof. Dr.Rüßmann, Uni­ver­si­tät Saar­brü­cken, Post­fach 15 11 50, 66041 Saar­brü­cken, Tel. 0681 302 3150, Fax 0681 302 4012.

Dr. Wolf­ram Vief­hues
Rich­ter am Amts­ge­richt
Amts­ge­richt Ober­hau­sen / Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf



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