Inoffizielle Veranstaltungen und Treffen

Fol­gende Ver­anstal­tun­gen find­en neben den Arbeit­skreisver­anstal­tun­gen statt:


Zeit: Don­ner­stag, 16. Sep­tem­ber 1999, 14.00 Uhr Leitung: Dr. Klaus Bach­er, Jus­tizmin­is­teri­um Baden-Württemberg
Ort: HS 105

Informationsveranstaltung
“Das Grundbuch im Internet”

Die Ver­anstal­tung wen­det sich an Vertreter aller Beruf­s­grup­pen, die Dat­en aus dem Elek­tro­n­is­chen Grund­buch abrufen.

Am Beispiel des Elek­tro­n­is­chen Grund­buchs für Baden-Würt­tem­berg, das ab Beginn des Jahres 2002 für Online-Auskün­fte zur Ver­fü­gung ste­hen wird, sollen Grund­fra­gen des elek­tro­n­is­chen Zugangs zu öffentlichen Reg­is­tern erörtert wer­den. Im Mit­telpunkt wird dabei das The­ma “Sicher­heit” stehen.

Das Elek­tro­n­is­che Grund­buch bildet einen klas­sis­chen Beispiels­fall für das Span­nungsver­hält­nis zwis­chen den Forderun­gen nach Zugang, Ver­lässlichkeit und Ver­traulichkeit: Für all diejeni­gen, die zur Ein­sicht­nahme berechtigt sind, soll ein möglichst ein­fach­er, kostengün­stiger und kom­fort­abler Zugang zu den Grund­buch­dat­en geschaf­fen wer­den. Abgerufene Dat­en müssen unter allen Umstän­den ver­lässlich sein. Unberechtigten Per­so­n­en muss der Zugriff hinge­gen ver­wehrt bleiben.

In der Ver­anstal­tung wird vorgestellt, auf welche Weise das Elek­tro­n­is­che Grund­buch für Baden-Würt­tem­berg diesen Anforderun­gen Rech­nung tra­gen wird. An der Präsen­ta­tion wer­den neben Vertretern des Jus­tizmin­is­teri­ums auch Mitar­beit­er der debis Sys­temhaus GEI GmbH mitwirken. Im Rah­men ein­er Diskus­sion sollen anschließend Möglichkeit­en erar­beit­et wer­den, das bish­erige Konzept weit­er zu ver­fein­ern und zu optimieren.


Zeit: Don­ner­stag, 16. Sep­tem­ber 1999, 14.00 Uhr Leitung: Prof. Dr. Klaus Moritz
Ort: HS 118

Arbeitsgruppe “Recht im Hypertext”

Viele juris­tis­che Inhalte wer­den heute im Hyper­text dargestellt.

  • Es begann mit Daten­banken, die ihre Dat­en miteinan­der ver­net­zten (juris-For­mu­lar auf CD, Beck-Con­nec­tiv­i­ty, Beck­View). Auf diese Weise ist es möglich, Querver­weisen leichter nachzuge­hen, als es das Print­medi­um erlaubt. Neuere Kom­mentare haben diese Tech­nik aus­ge­baut und z. B. Entschei­dungssamm­lun­gen und Geset­zes­texte integriert.
  • Eine zweite Ebene sind struk­turelle Darstel­lun­gen des Rechts. Im Gefolge der Entwick­lung des Inter­net kann mit Stan­dard-Soft­ware (z. B. Netscape, MS Inter­net Explor­er, früher: Win­Help, Mul­ti­me­di­aView­er) eine anspruchsvolle Hyper­textdarstel­lung erzeugt wer­den. Jet­zt ist es möglich, dif­feren­zierte Denkstruk­turen nicht nur als Skizze, son­dern auch als Text darstell­bar zu machen (vgl. Beurskens/Noack, Mobil­iarsachen­recht; Brehm, BGB AT; Moritz, Train­er Zivil­recht; Riehm, Lern­sys­tem Hyper­ju­ra; Rüß­mann, Div. Online-Texte; Walter/Unger, Juralink. Vgl. fern­er zahlre­iche Konzepte und örtliche Produkte).
  • Über Kom­mentare und Hand­büch­er auf CD-ROM ver­bre­it­et sich die neue Darstel­lungs­form auf die gesamte Rechtswelt und kön­nte für Prak­tik­er neue Ord­nungsmuster schaffen.

 Nach diesen ersten Ver­suchen stellt sich die Frage, welche struk­turellen Änderun­gen der Darstel­lung das Medi­um provoziert. In ein­er von Thomas Riehm ini­ti­ierten email-Liste wur­den bere­its einige Prob­leme diskutiert:

  • Kurze hochver­net­zte Texte ./. lehrbuchar­tige Kapitel.
  • Hier­ar­chis­che Ord­nung (Menüstruk­tur) ./. Querverweise
  • Ori­en­tierung­shil­fen durch opti­malen Ein­satz von Frame-Struk­turen ./. “lost in hyperspace”.
  • Lern­pro­gramm ./. autonomes Lernen.
  • Voll­ständi­ge Text-Vor­gabe ./. Möglichkeit eige­nen Editierens.
  • Vor- und Nachteile einzel­ner Brows­er und Editoren,.
  • Verbindung von ein­führen­den und ver­tiefend­en Werken .

Schließlich stellt sich die Frage nach dem Ein­fluß der Hyper­text-Darstel­lung auf juris­tis­che Denkmuster (z. B. Verbindung von axioma­tis­chem und Fallgruppen-Denken).