11. Deut­scher EDV-Gerichts­tag 2002

11. Deut­scher EDV-Gerichts­tag 2002

vom 25.09.2002 bis 27.09.2002 in Saar­brü­cken

Sicher­heit und elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on“

Der 11. Deut­sche EDV-Gerichts­tag steht dies­mal unter dem Rah­men­the­ma „Sicher­heit und elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on“. Der tra­di­tio­nel­le Eröff­nungs­abend am 25.09.2002 bei der juris GmbH wird mit einem locke­ren Zusam­men­tref­fen den Gerichts­tag ein­läu­ten.
Die Begrü­ßungs­re­de wird der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär bei der Bun­des­mi­nis­te­rin der Jus­tiz, Prof. Dr. Eck­hart Pick (Uni­ver­si­tät Mainz) hal­ten. Nach­dem der EDV-Gerichts­tag 1999 mit sei­ner viel beach­te­ten For­de­rung „Frei­es Recht für freie Bür­ger“ für die kos­ten­freie Bereit­stel­lung der Geset­ze im Inter­net plä­diert hat­te, wird in die­sem Jahr Prof. Ber­ke­mann in sei­nem Eröff­nungs­vor­trag der Fra­ge nach­ge­hen, ob und in wel­chem Umfang der Bür­ger auch ein Recht dar­auf hat, die ver­öf­fent­lich­te Recht­spre­chung im Inter­net kos­ten­frei vor­zu­fin­den.
Der EDV-Gerichts­tag wird dann in sei­nen Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen den zahl­rei­chen Facet­ten des Rah­men­the­mas nach­ge­hen. Die Ver­an­stal­tun­gen zum The­ma „Sicher­heit und elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on“, „Sicher­heit und Jus­tiz – der sta­tus quo“ und zum Stand des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs sind dabei zu nen­nen, wobei dort vor allem ein Über­blick über kon­kre­te Pro­jek­te mit Ver­fah­rens­prä­sen­ta­tio­nen gege­ben wird. Der Arbeits­kreis „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards“ geht der Fra­ge nach, wie die rechts­ver­bind­li­che elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on durch Ver­ein­heit­li­chung und Vor­ga­ben von Stan­dards gesi­chert wer­den kann. In einer wei­te­ren Arbeits­grup­pe wer­den die Erfah­run­gen des Notar­net­zes als eines der ers­ten vir­tu­al pri­vat net­works dar­ge­stellt und dis­ku­tiert.
Der Arbeits­kreis Bio­me­trie beschäf­tigt sich im Anschluss an die ent­spre­chen­den Vor­ar­bei­ten des EDV-Gerichts­ta­ges 2000 mit den Mög­lich­kei­ten des Ein­sat­zes bio­me­tri­scher Sicher­heits­sys­te­me. Auch in der Ver­an­stal­tung zum The­ma Rech­nen im Inter­net, bei der es um die Fra­ge geht, unter wel­chen Rah­men­be­din­gun­gen Berech­nungs­vor­gän­ge auch online auf zen­tra­len Rech­ner­sys­te­men durch­ge­führt wer­den kön­nen, steht natur­ge­mäß der Sicher­heits­as­pekt im Vor­der­grund. Bekann­ter­ma­ßen ist die Ein­füh­rung und der siche­re Betrieb von EDV-Anwen­dun­gen mit nicht unbe­trächt­li­chem Auf­wand ver­bun­den, bei dem sich oft die Fra­ge nach dem Nutz­ef­fekt stellt. Ganz gezielt für den Bereich der Anwalt­schaft geht ein wei­te­rer Arbeits­kreis daher der Fra­ge nach, wie der Anwalt trotz die­ses Auf­wan­des durch den EDV-Ein­satz kon­kret spa­ren kann.
Last not least zu nen­nen ist der Arbeits­kreis „Media­ti­on und Schlich­tung von Domain-Strei­tig­kei­ten“, in dem die Mög­lich­kei­ten erör­tert wer­den sol­len, par­al­lel zum Schlich­tungs­ver­fah­ren der ICANN (Inter­net Cor­po­ra­ti­on for Assi­gned Names and Num­bers) auch ein natio­na­les Schlich­tungs­ver­fah­ren bei Strei­tig­kei­ten über Domain-Namen zu ent­wi­ckeln und mit der Kom­pe­tenz des EDV-Gerichts­tags anzu­bie­ten.
Die Ergeb­nis­se der ver­schie­de­nen Arbeits­krei­se wer­den im Schluss­ple­num dar­ge­stellt und sol­len ggf. Grund­la­ge für Beschluss­fas­sun­gen des EDV-Gerichts­tags sein.
Die Fir­men­be­gleit­aus­stel­lung wird den Teil­neh­mern des EDV-Gerichts­ta­ges wie­der eine ein­ge­hen­de Gele­gen­hei­ten bie­ten, einen umfas­sen­den und gründ­li­chen Über­blick über die brei­te Palet­te von Jus­tiz­lö­sun­gen, Anwalts­soft­ware, all­ge­mei­nen juris­ti­schen Pro­gram­men, den viel­fäl­ti­gen CD-ROM-Daten­ban­ken und spe­zi­el­ler EDV-Lite­ra­tur zu gewin­nen. Wer im Bereich von Jus­tiz und Anwalt­schaft sol­che Pro­duk­te anbie­tet, ist tra­di­tio­nell auf dem EDV-Gerichts­tag mit einem Stand ver­tre­ten und nutzt inten­siv die­se mes­se­ar­ti­ge Mög­lich­keit der Dar­stel­lung sei­ner Pro­duk­te vor einem aus­ge­wähl­ten Kreis von IT-Mul­ti­pi­ka­to­ren. Die Chan­ce, im direk­ten Kon­takt mit zahl­rei­chen Pro­gram­m­au­toren, Her­stel­lern, Anbie­tern und ande­ren Anwen­dern Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu dis­ku­tie­ren und prak­ti­sche Erfah­run­gen zu sam­meln, macht den beson­de­ren Reiz des EDV-Gerichts­ta­ges für Anbie­ter und Besu­cher aus.
Für klei­ne­re Gesprächs­run­den steht auch in die­sem Jahr das Ange­bot des EDV-Gerichts­tags, Räu­me zur Ver­fü­gung zu stel­len.
Anfra­gen und Anmel­dun­gen sind zu rich­ten an den
Deut­schen EDV-Gerichts­tag e.V.
Lehr­stuhl Prof. Dr. Rüß­mann, Uni­ver­si­tät Saar­brü­cken, Im Stadt­wald, Bau 31, 66123 Saar­brü­cken,
Tel. 0681 302 3150, Fax 0681 302 4012,
e‑mail edvgt@jura.uni-sb.de.
Im Inter­net ist der EDV-Gerichts­tag erreich­bar unter www.edvgt.de.

Dr. Wolf­ram Vief­hu­es Rich­ter am Amts­ge­richt Amts­ge­richt Ober­hau­sen / Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf