IT Ein­set­zen und Spa­ren

Zeit: Don­ners­tag, 26. Sep­tem­ber 2002, 16.00 Uhr
Ort: HS 118
Mode­ra­tion: Herr Dr. Streitz

Was kos­tet ein ver­netz­tes PC-System mit 10 Arbeits­plät­zen über einen Zeit­raum von acht Jah­ren – 200.000 EURO, 250.000 EURO oder 300.000 EURO? Wenn der Anwen­der eine nach­hal­tige PC-Strategie ein­hält, die ver­füg­ba­ren Hilfs­mit­tel zum Betrieb und zur Unter­hal­tung nutzt sowie eine effi­zi­ente Ein­bin­dung in die Orga­ni­sa­ti­ons­ab­läufe leis­tet, kön­nen 200.000 EURO aus­rei­chen. Leich­ter ist es jedoch, deut­lich mehr aus­zu­ge­ben.

Der Ein­satz eines IT-Systems beginnt mit der Kon­zep­ter­stel­lung und der Sys­te­maus­wahl. Dazu gibt der Arbeits­kreis Hil­fe­stel­lung mit der Zusam­men­stel­lung von kon­zep­tio­nel­len, funk­tio­na­len und tech­ni­schen Anfor­de­run­gen, aus denen sich Aus­wahl­kri­te­rien strin­gent und nach­voll­zieh­bar ablei­ten las­sen. Auch für bestehende Sys­teme gibt es Mög­lich­kei­ten, Kos­ten zu sen­ken (z. B. Ver­ein­heit­li­chung, orga­ni­sa­to­ri­sche Inte­gra­tion, sinn­volle Erwei­te­run­gen unter Beach­tung wirt­schaft­li­cher und tech­ni­scher Rah­men­be­din­gun­gen).

Dar­über hin­aus öff­nen sich mit einem durch­dach­ten IT-Einsatz wei­tere Poten­tiale. Eine ein­heit­li­che Ablage­organisation, die Papier­ab­lage und elek­tro­ni­sche Doku­men­ten­ab­lage ver­ei­nigt, spart Such­zei­ten und sichert die Auf­find­bar­keit von Infor­ma­tio­nen. Neben Tex­ten kön­nen in der Abla­ge­struk­tur auch Bil­der, Videos und Sprach­dateien inte­griert wer­den. Der Ein­satz eines geson­der­ten Dokumenten-Management-Systems (DMS) ist nicht zwin­gend not­wen­dig; auch mit den soge­nann­ten Bord­mit­teln lässt sich viel errei­chen. Ein­zu­schlie­ßen ist das klas­si­sche Dik­tier­sys­tem, das bei der Ver­wen­dung digi­ta­ler Geräte Medi­en­brü­che ver­hin­dert; hier­von ist die Sprach­er­ken­nung abzu­gren­zen. Die Ver­bin­dung mit der Tele­kom­mu­ni­ka­tion beschleu­nigt Abläufe und ver­min­dert dadurch Kos­ten. Von den viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten wer­den einige bei­spiel­haft genannt:

  • Ver­mei­dung von Medi­en­brü­chen durch Inte­gra­tion in Anwen­dun­gen (z. B. E-Mail aus Text­ver­ar­bei­tung, Fax aus Dik­tier­sys­tem)
  • E-Mail-Abruf von abge­setz­ten Arbeits­plät­zen
  • Fern­zu­griff auf Kanz­lei­da­ten
  • kontrollierte/organisierte Erreich­bar­keit (z. B. Handy über Sekre­ta­riat, Nut­zung von SMS wäh­rend Sit­zun­gen)

Ein wesent­li­cher Aspekt ist dabei die Ein­hal­tung von Sicher­heits­stan­dards, die direkt bei der Pla­nung berück­sich­tigt wer­den soll­ten und in die­sem Fall auch nicht zwangs­läu­fig zu Mehr­kos­ten füh­ren, die den gesam­ten Nut­zen in Frage stel­len.

Nicht zuletzt möchte der Arbeits­kreis auf IT-Möglichkeiten hin­wei­sen, die im Anwalts­be­reich noch nicht ver­brei­tet sind. Soge­nannte CRM-Systeme (Cust­o­mer Rela­ti­ons­hip Manage­ment) kön­nen in Zei­ten här­te­ren Wett­be­werbs und wach­sen­den Kos­ten­dru­ckes dazu füh­ren, dass die Man­dan­ten­bin­dun­gen inten­si­viert und sys­te­ma­tisch gepflegt wer­den.

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