JusData zu Gast beim EDV-Gerichtstag

Die Inter­na­tion­al­isierung der Infor­ma­tion­s­ge­sellschaft führt laut ein­er gemein­samen Exper­tise der Équipe de Recherche Infor­ma­tique et Droit (http://www.erid.univ-montp1.fr/) in Mont­pel­li­er (F) und des Insti­tuts für Rechtsin­for­matik (http://ri.jura.uni-sb.de/) in Saar­brück­en zu ein­er Har­mon­isierung der Regeln für die Infor­ma­tions- und Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gien.

Angesichts der Tat­sache, dass sich nie­mand auf seine Unken­nt­nis gegenüber dieser Entwick­lung berufen kann, haben bere­its im Okto­ber 2001 die Équipe de Recherche Infor­ma­tique et Droit und das Insti­tut für Rechtsin­for­matik beschlossen, durch das Inter­ne­tange­bot „Jus­Da­ta“ (http://www.jusdata.info) den Juris­ten bei­der Län­der ver­gle­ichende Infor­ma­tio­nen über den Stand der Jurispru­denz unter dem Ein­fluss der Infor­matik zu präsen­tieren. Darüber hin­aus soll das Pro­jekt im Schnittpunkt von Recht und Infor­matik, von “jus” und “data”, eine Diszi­plin als Ort der Begeg­nung konzip­ieren, entwick­eln und fördern.

Bei­de Arbeits­grup­pen, vor allem die Ver­ant­wortlichen Prof. Dr. Michel Bibent und Prof. Dr. Max­i­m­il­ian Her­berg­er, tauschen bere­its seit vie­len Jahren inten­siv Ken­nt­nisse und Erfahrun­gen aus. Das Pro­jekt wird von Michael Ste­fan am Insti­tut für Rechtsin­for­matik koor­diniert.

Jus­Da­ta ist zweis­prachig und bein­hal­tet eine Nachricht­en­rubrik, in der jede Woche auf ein aktuelles Urteil hingewiesen wird.
Weit­er wer­den in der Rubrik die Mei­n­ung aktuelle Entwick­lun­gen aufgezeigt, wohinge­gen in der Rubrik das The­ma die jew­eilige gegen­wär­tige Reg­ulierung sowie der juris­tis­che Mei­n­ungs­stand in einem bes­timmten Bere­ich ver­gle­ichend wiedergegeben wer­den. Die ein­schlägi­gen Nor­men wer­den unter Mate­ri­alien gesam­melt, um einen voll­ständi­gen Ver­gle­ich zu ermöglichen.
Nach und nach soll ein deutsch-franzö­sis­ches Lexikon mit den rel­e­van­ten Begrif­f­en aus der Infor­ma­tions- und Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gie entste­hen, dass sich an den Wörter­büch­er, die durch die franzö­sis­chen Behör­den gemäß dem Gesetz zur Ver­wen­dung der franzö­sis­chen Sprache aus­gear­beit­et wur­den, ori­en­tiert. Es greift eben­falls auf die Def­i­n­i­tio­nen des Office de la Langue Française in Québec zurück. Ab der Veröf­fentlichung im franzö­sis­chen Amts­blatt ist die Ver­wen­dung der Begriffe, die durch die Com­mis­sion générale de ter­mi­nolo­gie et de néolo­gie emp­fohlen wur­den, für die Ver­wal­tung und die öffentlichen Ein­rich­tun­gen des franzö­sis­chen Staates im Übri­gen vorgeschrieben.

Die wichtig­sten juris­tis­chen Web­sites bei­der Län­der sollen unter Links erschlossen wer­den.
Die Bere­iche Arbeit­en und Pub­lika­tio­nen gewähren schließlich einen Ein­blick in die wis­senschaftlichen Tätigkeits­felder der bei­den Part­ner.