Bund-Län­der-Kom­mis­si­on I

Zeit: Don­ners­tag, 14. Sep­tem­ber 2006, 13.00 Uhr
Ort: HS 111
Refe­ren­ten: Herr Jür­gen Ehr­mann, Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg;
Herr Jost Kaus­trä­ter, Amts­ge­richt Marl;
Herr Cars­ten Schmidt, Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Nord­rhein-West­fa­len
Doku­men­te: Pro­to­koll

Ver­ein­heit­li­chung und Stan­dar­di­sie­rung der Infor­ma­ti­ons­tech­nik in der Jus­tiz

Refe­rent: Herr Jür­gen Ehr­mann, Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg

Die Aus­stat­tung der Jus­tiz mit IuK-Infra­struk­tur­kom­po­nen­ten und EDV-Fach­­an­wen­dun­gen hat­te in den letz­ten Jah­ren gro­ße Fort­schrit­te zu ver­zeich­nen. Die Fach­an­wen­dun­gen für die unter­schied­lichs­ten Ver­fah­rens­be­rei­che der Jus­tiz wer­den – der­zeit oft bereits in der drit­ten Genera­ti­on – dem tech­no­lo­gi­schen Wan­del und erwei­ter­ten fach­li­chen Anfor­de­run­gen ange­passt bzw. neu ent­wi­ckelt.

Die elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on im elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr mit Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Fach­ver­fah­ren ver­schie­de­ner Behör­den (z.B. im Han­dels­re­gis­ter) neh­men einen immer brei­te­ren Raum ein. Dabei tre­ten die Fra­gen der Ein­bindung in – im Rah­men der eGo­vernment-Pro­jek­te immer mehr ver­ein­heit­lich­te – bestehen­de IuK-Land­schaf­ten und IuK-Kon­zep­te und teil­wei­se bin­den­de Vor­ga­ben der Län­der eben­so auf, wie Fra­gen einer pra­xis­ori­en­tier­ten Anpas­sung und Fort­ent­wick­lung der Kommuni­kationsstandards der Jus­tiz, ins­be­son­de­re des Daten­aus­tausch­stan­dards XJus­tiz.

Aus­bau und Inte­gra­ti­on der Jus­tiz-Por­ta­le

Refe­ren­ten: Herr Jost Kaus­trä­ter, Amts­ge­richt Marl,
Herr Cars­ten Schmidt, Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Nord­rhein-West­fa­len

Die moder­ne Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft hat ein immer grö­ße­res Bedürf­nis, auf effi­zi­en­te und kos­ten­güns­ti­ge Art und Wei­se zu kom­mu­ni­zie­ren und Infor­ma­tio­nen schnell und pro­blem­los zu erhal­ten. Die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen tra­gen die­sem Wunsch Rech­nung und nut­zen ver­stärkt die vom Gesetz­ge­ber geschaf­fe­nen Mög­lich­kei­ten, Infor­ma­tio­nen aus ein­zel­nen Fach­verfahren über eine zen­tra­le Platt­form zu bün­deln und bekannt zu machen.

Mit dem gemein­sa­men Jus­tiz­por­tal des Bun­des und der Län­der bie­ten das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen unter der Adres­se
www.justiz.de
einen ein­fa­chen und ein­heit­li­chen Zugang zu ihren E‑Go­vernment-Diens­ten und Informa­tionsangeboten an.

Nach­dem bereits alle Län­der der Bun­des­re­pu­blik die Insol­venz­be­kannt­ma­chun­gen über das Insol­venz­por­tal ver­öf­fent­li­chen, haben unter der Feder­füh­rung der Bund-Län­der-Kom­mis­si­on die Arbei­ten für wei­te­re Port­al­l­ösun­gen begon­nen.

Ab dem 01.01.2007 wer­den über das Jus­tiz­por­tal die Infor­ma­tio­nen aller Regis­ter­ge­rich­te über die drit­te Stu­fe des Regis­ter­por­tals abruf­bar sein. Dar­über hin­aus hat die Pilo­tie­rung der Bekannt­ma­chung von Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ter­mi­nen im Inter­net begon­nen. Als nächs­ter Schritt ist die Ent­wick­lung einer elek­tro­ni­schen Gerichts­ta­fel geplant.