Anfor­de­run­gen an die Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung und recht­li­che Kon­se­quen­zen

Zeit: Frei­tag, 21.09.2007, 11 Uhr
Ort: Saal 111
Mode­ra­ti­on: Herr Wer­ner Gut­deutsch, Rich­ter am Ober­lan­des­ge­richt a.D
Refe­ren­ten: Herr Dr. Sieg­fried Streitz, ver­ei­dig­ter IT-Sach­ver­stän­di­ger; Herr Chris­ti­an Goltz, Staats­an­walt­schaft Chem­nitz

Mas­sen­haft Rechts­ver­stö­ße und kei­ner schaut hin – haben Per­sön­lich­keits­schutz und Frei­heits­rech­te in der aktu­el­len poli­ti­schen Dis­kus­si­on und der Rechts­wirk­lich­keit noch einen Stel­len­wert?“

Daten­schutz, Gläu­bi­ger­schutz, Man­dan­ten­schutz – wie wer­den die­se Anfor­de­run­gen bei Unter­neh­men und Frei­be­ruf­lern umge­setzt? Die Refe­ren­ten gehen auf die Bedeu­tung von Ver­fah­rens­ver­zeich­nis­sen und den Umgang und die Spei­che­rung von E‑Mails ein. Dabei berück­sich­ti­gen sie ins­be­son­de­re die Pro­ble­ma­tik der Ord­nungs­mä­ßig­keit kauf­män­ni­scher Daten­ver­ar­bei­tung (Stich­wor­te inter­nes Kon­troll­sys­tem, Beleg­funk­ti­on, Doku­men­ta­ti­on, Soft­ware­tes­tat). In einem Zwi­schen­er­geb­nis wer­den Sinn und Zweck der Rege­lun­gen ins­be­son­de­re unter dem Aspekt der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit dar­ge­stellt.

Ein wei­te­rer Kom­plex behan­delt die Aus­sa­ge­kraft von Wirt­schafts­prü­fer­te­s­ta­ten hin­sicht­lich IT-Sys­te­men und den abge­bil­de­ten Geschäfts­pro­zes­sen. Die Ertei­lung eines unbe­schränk­ten Testa­tes setzt IT-Sys­tem­prü­fun­gen vor­aus, die tat­säch­lich in vie­len Fäl­len nur ein­ge­schränkt erfol­gen. Dar­aus erge­ben sich Haf­tungs­ri­si­ken und straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen.

Die Betrach­tung von Online-Durch­su­chun­gen vor die­sem Hin­ter­grund führt zu einem über­ra­schen­den Ergeb­nis. Es ist vor­ge­se­hen, The­sen für einen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit IT-Sys­te­men zu ent­wi­ckeln und die ange­sto­ße­ne Dis­kus­si­on im nächs­ten Jahr fort­zu­set­zen.“

Falls die Über­schrift als zu grell emp­fun­den wird, käme noch in Fra­ge:

Sind Online­durch­su­chun­gen tat­säch­lich ein The­ma?“