Model­lie­rung von Geschäfts­pro­zes­sen – not­wen­dige Vor­aus­set­zun­gen für eine IKT-Strategie

Zeit: Don­ners­tag, 20.09.2007, 13.00 Uhr
Ort: Saal 117
Mode­ra­tion: Frau Rechts­an­wäl­tin Daniela Frei­heit, Geschäfts­füh­re­rin EEAR
Refe­ren­ten: Herr Rich­ter am Ver­wal­tungs­ge­richt D. Kirsch­baum Stabs­stelle IT-FachJustiz beim Thü­rin­ger Ober­ver­wal­tungs­ge­richt;
Herr Dr. Lars Alger­mis­sen, Lei­ter des Kom­pe­tenz­zen­trums eGo­vern­ment Euro­pean Rese­arch Cen­ter for Infor­ma­tion Sys­tems (ERCIS);
Herr Mathias Kegel, IT-Dezernent Gene­ral­staats­an­walt­schaft des Lan­des Bran­den­burg;
Frau Angela Dovi­fat, Fach­hoch­schule für Ver­wal­tung und Rechts­pflege in Ber­lin;
Frau Anne­kath­rin Mül­ler, Fach­hoch­schule für Ver­wal­tung und Rechts­pflege in Ber­lin 

Informations- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien (IKT) bie­ten ein gro­ßes Poten­tial für die Opti­mie­rung von Geschäfts­pro­zes­sen in der Jus­tiz. Seit der Ein­füh­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs wer­den ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten des Ein­sat­zes von IKT dis­ku­tiert. Dabei wird die Kom­ple­xi­tät der Ver­fah­rens­ab­läufe in der Jus­tiz deut­lich. Bei­spiel­haft sei hier auf die ver­schie­de­nen Pro­zesse wie Dik­tat­ma­nage­ment, Doku­men­ten­ma­nage­ment, elek­tro­ni­sche Akten­füh­rung, Post­ein und –aus­gang, Beur­kun­dung von Doku­men­ten und Daten­aus­tausch mit betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen hin­ge­wie­sen. Sämt­li­che Pro­zesse sind nicht nur mit­ein­an­der ver­bun­den, son­dern lau­fen in gegen­sei­ti­ger Abhän­gig­keit par­al­lel ab. Diese Kom­ple­xi­tät führt oft dazu, dass IKT zunächst ledig­lich für ein­zelne Pro­zesse ein­ge­setzt wer­den, ohne einer lang­fris­ti­gen und ganz­heit­li­chen IKT-Strategie, die im Übri­gen eine grö­ßere Inves­ti­tion erfor­dern würde, zu fol­gen. Dies führt jedoch dazu, dass das Reorganisations- und Opti­mie­rungs­po­ten­tial der IKT unaus­ge­schöpft bleibt. Es ist des­halb für die Ent­schei­dungs­trä­ger uner­läss­lich, eine umfas­sende pro­zess­be­zo­gene IKT-Strategie zu ent­wi­ckeln, um den Nut­zen des Ein­sat­zes von IKT bezo­gen auf kom­plexe Ver­fah­rens­ab­läufe abschät­zen zu kön­nen. Vor­aus­set­zung für eine sol­che Stra­te­gie ist aller­dings, zunächst einen Über­blick über die gesam­ten Pro­zess­land­schaf­ten in der Jus­tiz zu gewin­nen. Eine in der Indus­trie bewährte Methode hierzu ist die Model­lie­rung, die durch Soft­ware­tools unter­stützt wer­den kann.

In dem Arbeits­kreis wer­den zum einen Tools zur Model­lie­rung vor­ge­stellt und zum ande­ren erste Ergeb­nisse der Model­lie­rung von Abläu­fen in der Jus­tiz prä­sen­tiert wer­den.

Frau Dovi­fat von der Fach­hoch­schule für Ver­wal­tung und Rechts­pflege in Ber­lin wird in die The­ma­tik „Model­lie­rung von Geschäfts­pro­zes­sen“ ein­füh­ren wird und Herr Kegel von der Gene­ral­staats­an­walt­schaft Bran­den­burg wird über die Rolle der Model­lie­rung in der Jus­tiz spre­chen. Frau Mül­ler von der Fach­hoch­schule für Ver­wal­tung und Rechts­pflege in Ber­lin wird die Ergeb­nisse ihrer Diplom­ar­beit, die eine exem­pla­ri­sche Geschäfts­pro­zess­mo­del­lie­rung in der Jus­tiz im Bereich der Staats­an­walt­schaft zu Gegen­stand hat, prä­sen­tie­ren. Dr. All­ger­mis­sen von ERCIS und Herr Kirsch­baum, Rich­ter am Ver­wal­tungs­ge­richt, wer­den über ihr gemein­sa­mes For­schungs­pro­jekt zur Model­lie­rung der Post­ein­gangs­ver­wal­tung am Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Thü­rin­gen, das mit dem Tool Pic­ture rea­li­siert wird, berich­ten.

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