Beweis­wert­erhal­tende Auf­be­wah­rung von Doku­men­ten

Zeit: Don­ners­tag, 18.09.2008, 13:00 Uhr
Ort: Hör­saal 116
Mode­ra­tion: Astrid Schu­ma­cher / Wolf­ram Vief­hues
Refe­ren­ten: Ste­fa­nie Fischer-Dieskau; Chris­toph Sei­del
Doku­mente: Prä­sen­ta­tion Fischer­Dies­kauPrä­sen­ta­tion Sei­delPro­to­koll

Wäh­rend für den Bereich der Lang­zeit­auf­be­wah­rung elek­tro­ni­scher und elek­tro­nisch signier­ter Doku­mente behaup­tet wer­den kann, dass die gro­ben The­men jeden­falls hin­sicht­lich der wis­sen­schaft­li­chen und rechts­theo­re­ti­schen Erfor­schung mit den Erkennt­nis­sen und Ergeb­nis­sen aus dem Pro­jekt Archi­Sig (www.archisig.de) weit­ge­hend abge­han­delt sind, sind bei dem The­men­kom­plex „Rechts­ver­bind­li­ches (erset­zen­des) Scan­nen“ im Rah­men recht­lich gere­gel­ter Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten noch eine Reihe von Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Das durch das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium geför­derte und von der Uni­ver­si­tät Kassel/provet durch­ge­führte Pro­jekt SCATE (http://www.uni-kassel.de/fb7/provet/projekte/scate/) hat hier bedeu­tende Erkennt­nisse erzielt und nicht zuletzt mit der For­de­rung nach einer Rechts­vor­schrift Hand­lungs­be­darf auf­ge­wor­fen, der sowohl die öffent­li­che Ver­wal­tung und die Jus­tiz als auch den pri­va­ten Bereich betrifft.

Mit den Refe­ra­ten unse­res Arbeits­krei­ses soll die The­ma­tik aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven beleuch­tet wer­den. Dr. Ste­fa­nie Fischer-Dieskau (Refe­ren­tin des BSI, vor­mals wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin von Prof. Roß­na­gel an der Uni­ver­si­tät Kas­sel) befasst sich mit den wesent­li­chen Aspek­ten der Auf­be­wah­rung elek­tro­ni­scher und elek­tro­nisch signier­ter Doku­mente. Sie gibt eine zusam­men­fas­sende Über­sicht über die bis­he­ri­gen wis­sen­schaft­li­chen und prak­ti­schen Erkennt­nisse. Ins­be­son­dere wid­met sie sich der denk­ba­ren Aus­ge­stal­tung der Auf­be­wah­rung digi­ta­ler Doku­mente sowie den mög­li­chen und geeig­ne­ten Siche­rungs­mit­teln.

Dr. Chris­toph Sei­del, Geschäfts­be­reichs­lei­ter IT- und Orga­ni­sa­tion im Kli­ni­kum Braun­schweig, stellt in sei­nem Erfah­rungs­be­richt dar, wel­che prak­ti­sche Lösung das Städ­ti­sche Kli­ni­kum Braun­schweig für den Ein­satz der elek­tro­ni­schen Signa­tur ori­gi­när elek­tro­ni­scher Doku­mente sowie das Scan­nen von Papier­ak­ten mit anschlie­ßen­der Über­tra­gung in das Archiv­sys­tem gefun­den hat. Neben den Vor­tei­len und Ein­spar­po­ten­tia­len zeigt er den Ein­satz unter­schied­li­cher elek­tro­ni­scher Signa­tu­ren, von der per­so­nen­be­zo­ge­nen Ein­zel­si­gna­tur bis zur Mas­sen­si­gna­tur, auf.

Mit­tels der in die­sem Arbeits­kreis prä­sen­tier­ten tech­ni­schen und recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die beweis­si­chere Lang­zeit­ar­chi­vie­rung soll neben einem Über­blick über den Sta­tus Quo der kon­krete Hand­lungs­be­darf zur Schaf­fung recht­li­cher Lösun­gen ins­be­son­dere im Bereich des erset­zen­den Scan­nens auf­ge­zeigt und wei­tere Hand­lungs­op­tio­nen dis­ku­tiert wer­den.

Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium (Schrei­ben vom 08.09.2008) hat sich freund­li­cher Weise bereit erklärt, uns bei die­sen Bemü­hun­gen tat­kräf­tig zu unter­stüt­zen und bereits zuge­sagt, im Anschluss an die­sen Arbeits­kreis das Thema aktiv in Zusam­men­ar­beit mit der AWV e.V. vor­an­zu­trei­ben, wofür wir uns an die­ser Stelle schon herz­lich bedan­ken.

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