BLK: Euro­pa, Bund und Län­der – gemein­sam E‑Justice gestal­ten

Zeit: Frei­tag, 19.09.2008, 9:00 Uhr
Ort: Hör­saal 111
Refe­ren­ten: Herr Hol­ger Rad­ke (Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg);
Herr Cars­ten Schmidt (Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Nord­rhein-West­fa­len) und Ver­tre­ter ande­rer euro­päi­scher Staa­ten
Doku­men­te: Prä­sen­ta­ti­on Rad­kePrä­sen­ta­ti­on SchmidtPrä­sen­ta­ti­on Les­jakPrä­sen­ta­ti­on Mur­rayPro­to­koll

In einer immer stär­ker glo­ba­li­sier­ten und ver­netz­ten Welt sind Bür­ger, Unter­neh­men und Behör­den auf zuver­läs­si­ge Infor­ma­tio­nen über ande­re Markt­teil­neh­mer drin­gend ange­wie­sen. Die Ver­net­zung von jus­ti­ti­el­len Infor­ma­tio­nen unter­ein­an­der erlangt daher eine immer grö­ße­re Bedeu­tung.

Der Rat der Euro­päi­schen Uni­on hat sich die­ser Her­aus­for­de­rung gestellt und die Rats­ar­beits­grup­pe e‑Justice ein­ge­rich­tet. Ihre Auf­ga­be ist es, die Ver­net­zung der Regis­ter­in­for­ma­tio­nen in Euro­pa vor­an­zu­trei­ben. Ziel ist es, Regis­ter wie z.B. die Han­dels­re­gis­ter und Unter­neh­mens­re­gis­ter, die Insol­venz­be­kannt­ma­chungs­platt­for­men, die Grund­bü­cher oder die Zwangs­ver­stei­ge­rungs­re­gis­ter auf euro­päi­scher Ebe­ne mit­ein­an­der zu ver­net­zen und damit die einer­seits die Publi­zi­tät nach außen und gleich­zei­tig die Siche­rung des Wirt­schafts­ver­kehrs sicher­zu­stel­len, denn in Zei­ten des Inter­nets wächst ins­be­son­de­re das Bedürf­nis nach schnel­len und aktu­el­len Infor­ma­tio­nen, unab­hän­gig von den Öff­nungs­zei­ten der regis­ter­füh­ren­den Behör­den. Elek­tro­nisch geführ­te und abruf­ba­re Regis­ter wer­den die­sem Bedürf­nis gerecht und sind zumin­dest auf natio­na­ler Ebe­ne bereits erfolg­reich im Ein­satz.

Das Pro­jekt wird durch die jewei­li­ge Rats­prä­si­dent­schaft, zur­zeit Frank­reich, beglei­tet, die Lei­tung haben Öster­reich und Deutsch­land inne. Das Pro­jekt hat neben den tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen der Ver­net­zung der bereits bestehen­den Regis­ter auch die Auf­ga­be, einen siche­ren Daten­aus­tausch und ein zuver­läs­si­ges Bezahl­sys­tem zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Vor­ge­se­hen ist zunächst ein Über­blick dar­über,

  • unter wel­chen recht­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen und mit wel­chen Schwer­punk­ten sich die euro­päi­schen Gre­mi­en mit eJus­ti­ce befas­sen und
  • auf wel­che Wei­se Deutsch­land an den Stra­te­gi­en und ihrer Rea­li­sie­rung mit­wirkt.

Im wei­te­ren Ver­lauf wer­den Ver­tre­ter unter­schied­li­cher Staa­ten – Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus Frank­reich, Irland, Öster­reich, Slo­we­ni­en und Deutsch­land – zen­tra­le Pro­jek­te der staa­ten­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit in Vor­trä­gen prä­sen­tie­ren.