BLK II: Einsatz audiovisueller Techniken in der Justiz

Zeit: Don­ner­stag — 24.09.2009 — 15.30 Uhr
Ort: Hör­saal 111
Ref­er­ent: Dr. Mar­tin Gog­ger (Richter am Ober­lan­des­gericht München)

Zielset­zung des Vor­trags und der Präsen­ta­tio­nen soll die Klärung der Frage sein, ob der Ein­satz audio­vi­sueller Tech­niken, ins­beson­dere die Audio- und Videoaufze­ich­nung in Ziv­il- und Strafver­hand­lun­gen bei den Gericht­en sin­nvoll und möglich ist, um die aufwändi­ge Pro­tokoller­stel­lung zu ent­las­ten. Die Ein­satzmöglichkeit­en mod­ern­er Videotech­nik haben sich in den let­zten Jahren erhe­blich for­ten­twick­elt. Der Ein­satz von Audio- und Videotech­nik in Gerichtsver­fahren ist in eini­gen mod­er­nen Rechtsstaat­en bere­its etabliert bzw. wird vor­angetrieben, weil die Tech­nik eine authen­tis­che Wieder­gabe der Ver­hand­lun­gen und des Aus­sagev­er­hal­tens liefert und dem schriftlichen Pro­tokoll insoweit deut­lich über­legen ist. Sowohl die tech­nis­che, wie auch inter­na­tionale und nationale Entwick­lun­gen leg­en nahe, das The­ma der Ein­satzfähigkeit von Audio- und Videotech­nik in Gerichtsver­fahren zu prüfen.

Zugle­ich soll präsen­tiert wer­den, wie die vor­ge­nan­nte Pro­tokoller­stel­lung durch Ein­satz von Spracherken­nung unter­stützt und erle­ichtert wer­den kann, ins­beson­dere in Kom­bi­na­tion mit dem in amerikanis­chen Gerichtsver­fahren einge­set­zten Mod­ell des „Court Reporter“.