EEAR mit Infor­ma­tio­nen zum rechts­ver­bind­li­chen Scannen/ersetzenden Scan­nen

Zeit: Don­ners­tag — 16.09.2010 — 13.00 Uhr
Ort: Hör­saal 105
Mode­ra­ti­on: Dr. Astrid Schu­ma­cher (ORR’in im BSI);
Dr. Wolf­ram Vief­hu­es (Vor­sit­zen­der der gemein­sa­men Kom­mis­si­on elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr)
Refe­ren­ten: Alfred Gass und Sebas­ti­an Bro­ßet­te (EEAR);
André Kleck (ALPHA COM);
Wal­ter Mock und Hans­jörg Rei­ter
Doku­men­te: Prä­sen­ta­ti­onPro­to­koll

Quint­essenz des Arbeits­krei­ses zur elek­tro­ni­schen Lang­zeit­ar­chi­vie­rung und der spe­zi­el­len Pro­ble­ma­tik der Rechts­ver­bind­lich­keit des erset­zen­den Scan­nens („Beweis­wert­erhal­ten­de Auf­be­wah­rung von Doku­men­ten bei Ver­nich­tung des Ori­gi­nals“) beim ver­gan­ge­nen 18. EDV-Gerichts­tag war die Fest­stel­lung gesetz­ge­be­ri­schen Hand­lungs­be­darfs, was ins­be­son­de­re die not­wen­di­ge Rege­lung der Zuläs­sig­keit und Aus­ge­stal­tung des erset­zen­den Scan­nens betrifft. Eben­so wur­den diver­se recht­li­che und tat­säch­li­che Pro­ble­me die­ses Berei­ches auf­ge­zeigt. Die EEAR hat im Auf­trag des EDV-Gerichts­ta­ges im ver­gan­ge­nen Früh­jahr eine Befra­gung von Anwen­dern und Her­stel­lern zu Pro­blem­stel­lun­gen des erset­zen­den Scan­nens durch­ge­führt. Auf Grund­la­ge der Ergeb­nis­se die­ses Fra­ge­bo­gens folg­te im Juni ein ent­spre­chen­der Work­shop. Die­ser hat­te den Aus­tausch zwi­schen Anwen­dern (Behör­den, Ver­si­che­rungs­trä­gern, Pri­vat­un­ter­neh­men, etc.) und Her­stel­lern von Scan­lö­sun­gen zum Ziel. Schwer­punkt des dies­jäh­ri­gen Vor­tra­ges wird die Prä­sen­ta­ti­on der Ergeb­nis­se der Umfra­ge sein. Außer­dem wer­den die von den Work­shop­teil­neh­mern erar­bei­te­ten „The­sen zum erset­zen­den Scan­nen“ erläu­tert. Dabei han­delt es sich um ein The­sen­pa­ket, das bestehen­de Pro­ble­me der Pra­xis in die­sem Bereich auf­zeigt und kon­kre­te For­de­run­gen zu deren Lösung auf­stellt.

Den zwei­ten Schwer­punkt bil­det das Refe­rat von Herrn Kleck von der Fa. Alpha Com zur Umset­zung des erset­zen­den Scan­nens für die Ber­li­ner KFZ-Zulas­sungs­stel­len. Die­se müs­sen täg­lich eine Viel­zahl an Papier­do­ku­men­ten ver­ar­bei­ten. Durch elek­tro­ni­sche Daten­ver­ar­bei­tung kön­nen die Pro­zes­se beschleu­nigt und Kos­ten redu­ziert wer­den. Im Jahr 2008 ent­schlos­sen sich die Zulas­sungs­stel­len daher, die Papier­do­ku­men­te durch einen Dienst­leis­ter digi­ta­li­sie­ren zu las­sen. Seit­dem wer­den die Papier­do­ku­men­te erset­zend gescannt. Hier­bei kom­men qua­li­fi­zier­te Signa­tu­ren gemäß Signa­tur­ge­setz zum Ein­satz. Der Vor­trag skiz­ziert das Pro­jekt und gibt Anstö­ße für ähn­li­che Sze­na­ri­en in Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen.

Den drit­ten Schwer­punkt des Arbeits­krei­ses bil­det der Vor­trag der Her­ren Mock und Rei­ter zum erset­zen­den Scan­nen in der Steu­er­be­ra­ter­pra­xis. Dabei beleuch­ten die Refe­ren­ten die Abläu­fe digi­ta­len Buchens. Anhand prak­ti­scher Umset­zungs­bei­spie­le erläu­tern die Refe­ren­ten dabei die Vor­tei­le elek­tro­ni­scher Vor­gangs­füh­rung, nicht nur aus Kos­ten­sicht, son­dern auch im Hin­blick auf gestie­ge­ne Effi­zi­enz im Rah­men des gesam­ten Geschäfts­pro­zes­ses. Damit ver­bun­de­ne Pro­ble­me, die sich in der Pra­xis zei­gen, wer­den zudem erläu­tert.