Sicher­heit in der Kom­mu­ni­ka­ti­on und sozia­le Netz­wer­ke

Zeit: Frei­tag – 17.09.2010 – 9.00 Uhr
Ort: Hör­saal 112
Mode­ra­ti­on: Dr. Wolf­gang Tau­chert (Vor­sit­zen­der Rich­ter am Bun­des­pa­tent­ge­richt a. D.)
Refe­ren­ten: Rigo Wen­ning (World Wide Web Con­sor­ti­um);
Jan Schalla­böck (Unab­hän­gi­ges Lan­des­zen­trum für Daten-schutz Schles­wig-Hol­stein)

Soci­al Net­wor­king“ ist in aller Mun­de. Die Medi­en lie­fern immer neue Nach­rich­ten über Zwi­schen­fäl­le. Ein Absol­vent in Kali­for­ni­en ver­laut­bart via Twit-ter, dass sein Job bei einer Com­pu­ter­fir­ma lang­wei­lig ist. Ein Mana­ger der Fir­ma liest mit und der Absol­vent ver­liert sei­nen Job. Vor der Ein­stel­lung wer­den die sozia­len Netz­wer­ken von den Per­so­nal­ab­tei­lun­gen rou­ti­ne­mä­ßig über­prüft. Die Ein­stel­lung wird abge­lehnt, weil ein Freund Par­ty­bil­der geschos­sen und auf sei­nem Face­book Pro­fil ver­öf­fent­licht hat, die auch den Kan­di­da­ten zei­gen.
Das gespro­che­ne Wort ist flüch­tig. Die Unter­hal­tun­gen in sozia­len Netz­wer­ken blei­ben doku­men­tiert. Schaf­fen wir uns selbst den Big Bro­ther vor dem uns Orwell gewarnt hat indem wir unse­re All­tags­kom­mu­ni­ka­ti­on über Sozia­le Netz­wer­ke abwi­ckeln? Was bringt die Jugend­li­chen eigent­lich dazu, die­se Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu bevor­zu­gen?

Jan Schalla­böck vom Unab­hän­gi­gen Lan­des­zen­trum für Daten­schutz und Co-con­ve­ner von ISO/IEC JTC 1/SC 27/WG 5 (Pri­va­cy) und Rigo Wen­ning, Jus­ti­ti­ar beim World Wide Web Con­sor­ti­um wer­den einen Ein­blick in das The­ma der sozia­le Netz­wer­ke ver­mit­teln. Dazu soll erst eine kur­ze tech­ni­sche Ein­füh­rung gege­ben wer­den. Auch neue­re Ent­wick­lun­gen, wie die Geo­lo­ka­li­sie­rung von Teil­neh­mern von Sozia­len Netz­wer­ken wer­den ange­spro­chen.

Anschlie­ßend wer­den die Pro­ble­me der Sozia­len Netz­wer­ke im Über­blick dar-gestellt. Dabei wer­den tech­ni­sche und recht­li­che Fra­ge­stel­lun­gen berührt. Auch die Fra­gen des Daten­schut­zes wer­den nicht zu kurz kom­men. Ziel der eher kur­zen Vor­trä­ge ist aller­dings, im Audi­to­ri­um eine rege Dis­kus­si­on in Gang zu set­zen, die Rich­tung und Tie­fe der Aus­ein­an­der­set­zung mit ein­zel­nen Aspek­ten bestim­men wird.