BLK: Informationsmanagement- systeme JuMIS und InforMIS

Zeit: Don­ner­stag  — 22.09.2011  — 16:00 Uhr
Ort: Hör­saal 0.18
Ref­er­entin: Ines Ben­thien, Ober­regierungsrätin, Nieder­säch­sis­ches Jus­tizmin­is­teri­um
Doku­mente: Pro­tokoll

In Nieder­sach­sen wird den Behör­den- und Geschäft­sleit­ern hierzu ein Man­age­mentin­for­ma­tion­ssys­tem (MIS) zur Ver­fü­gung gestellt, mit dem sie schnell und unmit­tel­bar einen Überblick über wichtige Dat­en ihrer Dien­st­stelle gewin­nen kön­nen. Im Bere­ich der Staat­san­waltschaften dient hierzu InforMIS, welch­es auf der tech­nis­chen Plat­tform des Man­age­ment-Report­ing-Sys­tems inforPM (www.infor.de/loesungen/pm/) basiert; im Bere­ich der ordentlichen Gerichts­barkeit erfol­gt dies durch die nieder­säch­sis­che Eige­nen­twick­lung JuMIS (Justizmanagementinformationssystem).Für ein effek­tives und mod­ernes Jus­tiz­man­age­ment ist eine ganzheitliche Sichtweise geboten. Ein elek­tro­n­is­ches Infor­ma­tion­s­man­age­mentsys­tem, das die Vielzahl sta­tis­tis­ch­er Dat­en sys­tem­a­tisch auf­bere­it­et und nach Kenn­zahlen­bere­ichen zusam­men­fasst sowie die Darstel­lung von Kor­re­la­tio­nen im Sinne ein­er Bal­anced Score­card erlaubt, stellt die Grund­lage hier­für dar. Diese Kenn­zahlen unter­schei­den sich dabei — vor allem, soweit mit ihnen auch Auf­gaben der Dien­stauf­sicht unter­stützt wer­den sollen – deut­lich vom Begriff des Con­trol­lings im lediglich betrieb­swirtschaftlichen Sinne.

Die Dien­st­stellen wer­den in die Lage ver­set­zt, Bedarfe oder andere Fragestel­lun­gen anhand valid­er und ein­heitlich erhoben­er Dat­en und Kenn­zahlen nachzuweisen und zu begrün­den. JuMIS und InforMIS erlauben ein Bench­mark­ing ver­schieden­er Dien­st­stellen im Rah­men von Qual­itäts­man­age­mentver­fahren. Dat­en der eige­nen Dien­st­stelle kön­nen mit Durch­schnittswerten ander­er Dien­st­stellen ver­glichen wer­den. Damit wer­den sowohl Auswer­tun­gen über zeitliche Entwick­lun­gen und Ten­den­zen als auch Auswer­tun­gen zwis­chen ver­gle­ich­baren Dien­st­stellen (externe Ver­gle­iche) ermöglicht. Durch die Vorhal­tung ein­heitlich struk­turi­ert­er Infor­ma­tio­nen kön­nen pos­i­tive wie neg­a­tive Entwick­lungstrends analysiert und bee­in­flusst wer­den.

Gemein­sam bei JuMIS und InforMIS ist der Fokus auf die Bere­iche des Per­sonal­man­age­ments. Hier wer­den Kenn­zahlen des Per­son­albe­darfs und der tat­säch­lichen Belas­tung auf Basis der bun­de­sein­heitlichen Per­son­albe­darfs­berech­nung nach PEBB§Y berech­net und dargestellt; diese Dat­en wer­den zeit­nah bere­it­gestellt und erlauben die Opti­mierung des Per­son­alein­satzes. Daneben sind die Bere­iche des Ver­fahrens­man­age­ments der Finanz- und der Infra­struk­turkenn­zahlen bei bei­den Sys­te­men ähn­lich konzip­iert.

Vorteile bei­der Sys­teme sind unter anderem:

  • Zeit­na­he, monatliche Daten­bere­it­stel­lung und Auf­bere­itung steuerungsrel­e­van­ter Infor­ma­tio­nen; Dat­en ste­hen bere­its in dem, dem Erhe­bungsmonat fol­gen­den Monat zur Ver­fü­gung.
  • Graphis­che Darstel­lung der Dat­en neben der textlichen und tabel­lar­ischen Fas­sung.
  • Die tech­nis­chen Lösun­gen kön­nen schnell, kostengün­stig und flex­i­bel auch an kün­ftige Anforderun­gen inhaltlich­er Art angepasst wer­den.
  • Automa­tisierte Daten­er­he­bung durch Ein­bindung von Vorver­fahren (z. B. StA-Sta­tis­tik web.sta, PEBB§Y); somit: Ver­mei­dung von manuellen Eingaben und damit ver­bun­den­er Per­son­al­be­las­tung sowie Ver­mei­dung von fehler­haften Dateneingaben.
  • Mit Blick auf die ins­beson­dere auf Behör­denebene beste­hen­den Gestal­tungsspiel­räume (Ressourcenmanagement/Verteilungsgerechtigkeit) kön­nen auch per­so­n­en­ge­naue Belas­tungs­dat­en nach PEBB§Y abge­bildet wer­den.
  • Abbil­dung der His­to­rie von Dez­er­nat­szuord­nun­gen und Belas­tungssi­t­u­a­tio­nen der Mitar­beit­er; Bere­it­stel­lung wichtiger Infor­ma­tio­nen für die Geschäftsverteilung sowie für weit­ere organ­isatorische Über­legun­gen.
  • JuMIS und InforMIS sehen umfassende Rollen- und Recht­esys­teme vor: Nicht jed­er Benutzer sieht alle Dat­en. Son­dern: Der Benutzer hat nur Ein­sicht in für ihn bes­timmte, zur Erledi­gung sein­er Auf­gaben notwendi­ge Dat­en.