BLK: Pro­jekt „NeFa“ – Jus­tiz­ar­beits­platz der Zukunft

Zeit: Don­ners­tag — 22.09.2011 — 15.00 Uhr
Ort: Hör­saal 0.18
Refe­ren­ten: Hol­ger Sanio, Nie­der­säch­si­sches Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um;
Tho­mas Kru­za, Hes­si­sches Minis­te­ri­um der Jus­tiz, für Inte­gra­ti­on und Euro­pa;
Dirk Voß, Ober­lan­des­ge­richt Cel­le
Doku­men­te: Prä­sen­ta­ti­onPro­to­koll


Bis Ende Janu­ar 2012 wird eine pilo­tie­rungs­rei­fe Ver­si­on für den land­ge­richt­li­chen Zivil­pro­zess ers­ter und zwei­ter Instanz erstellt. In die­sem Jahr zeigt das Pro­jekt­team einen Soft­ware­stand, in dem ein gro­ßer Teil der Funk­tio­nen ent­hal­ten ist, der bei Auf­nah­me des Pilot­be­trie­bes bei den Land­ge­rich­ten Kas­sel und Hil­des­heim zur Ver­fü­gung ste­hen wird.
„NeFa – Ent­wick­lung einer zukunfts­fä­hi­gen Jus­tiz­soft­ware auf Basis von Stan­dard­tech­no­lo­gi­en“ ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt der nie­der­säch­si­schen und der hes­si­schen Jus­tiz. Ziel ist die Ent­wick­lung einer neu­en modul­ba­sier­ten Jus­tiz­soft­ware, die ein wesent­lich brei­te­res Ange­bot an elek­tro­ni­scher Unter­stüt­zung bie­tet. Dank fle­xi­bler Schnitt­stel­len kön­nen dabei bewähr­te Kom­po­nen­ten der vor­han­de­nen Jus­tiz­fach­ver­fah­ren ange­bun­den und wei­ter genutzt wer­den.

In der aktu­el­len ers­ten Stu­fe der Ent­wick­lung liegt der Fokus auf einer erfolg­rei­chen eJus­ti­ce-Inte­gra­ti­on. Dazu wer­den eine moder­ne Arbeits­platz­un­ter­stüt­zung für Ent­schei­der ein­schließ­lich eines neu­en auf Stan­dard­bü­ro­soft­ware (Micro­soft® Office 2010) basie­ren­den Text­sys­tems sowie Schnitt­stel­len und Grund­funk­tio­na­li­tä­ten zur Anbin­dung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs und der elek­tro­ni­schen Akten­füh­rung ent­wi­ckelt. Dank eines offe­nen modu­la­ren Kon­zep­tes kön­nen die bewähr­ten Anwen­dun­gen zur Daten­er­fas­sung im Bereich der Ser­vice­ein­hei­ten sowie die Daten­ban­ken der vor­han­de­nen Fach­ver­fah­ren nahe­zu unver­än­dert wei­ter genutzt wer­den.

Für die Arbeits­plät­ze der Rich­te­rin­nen und Rich­ter sowie Rechts­pfle­ge­rin­nen und Rechts­pfle­ger sind Funk­tio­nen inte­griert, die indi­vi­du­el­le Arbeits­wei­sen opti­mal unter­stüt­zen. So wird die ver­trau­te Ver­fü­gungs­tech­nik – ein­fach und zeit­spa­rend anwend­bar – in einer den spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen die­ser Nut­zer­grup­pe ent­spre­chen­den Benut­zer­ober­flä­che elek­tro­nisch abge­bil­det. Durch die Inte­gra­ti­on der Funk­tio­na­li­tä­ten von Micro­soft Office in die Arbeits­ab­läu­fe ent­steht indi­vi­du­el­ler Zusatz­nut­zen. Ein Bei­spiel ist der mög­li­che Abgleich des Ver­hand­lungs­ka­len­ders mit dem Ter­min­ka­len­der von Micro­soft® Out­look 2010.

Die Ent­wick­lung wird durch ein erfah­re­nes jus­tizin­ter­nes Team vor­an­ge­bracht. Durch Nut­zung moder­ner Ent­wick­lungs­werk­zeu­ge ent­steht eine Anwen­dung, die mit wesent­lich gerin­ge­rem Auf­wand als heu­te ste­tig an sich ändern­de Anfor­de­run­gen ange­passt wer­den kann. Die größt­mög­li­che Ver­wen­dung der Funk­tio­na­li­tät von Stan­dard­pro­duk­ten und Fokus­sie­rung der Eigen­ent­wick­lung auf die geschäfts­spe­zi­fi­sche Funk­tio­na­li­tät der Jus­tiz führt zu hoher Ent­wick­ler­pro­duk­ti­vi­tät und gro­ßer Fle­xi­bi­li­tät bei der Unter­stüt­zung hete­ro­ge­ner Betriebs­sze­na­ri­en. Die Erfolgs­ge­schich­te der jus­tizin­ter­nen Soft­ware­ent­wick­lung, die zu Beginn der 90er Jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts mit der Fach­an­wen­dung EUREKA begann, wird so kon­se­quent fort­ge­schrie­ben.