Daten­schutz im Wan­del der Zeit

Zeit: Don­ners­tag — 22.09.2011 — Uhr­zeit 13:00 Uhr
Ort: Hör­saal 0.06
Mode­ra­ti­on: Dr. Sieg­fried H. Streitz, ver­ei­dig­ter IT-Sach­ver­stän­di­ger, Brühl
Refe­rent: Andre­as Schnei­der, Refe­rats­lei­ter beim Säch­si­schen Daten­schutz­be­auf­trag­ten
Doku­men­te: Prä­sen­ta­ti­on

Der Tech­no­lo­gie­fort­schritt ermög­licht mit deut­lich gerin­ge­rem Auf­wand als noch vor eini­gen Jah­ren den Abgleich von Mas­sen­da­ten. Mit­te Febru­ar wur­den in Dres­den mehr als eine Mil­li­on Ver­bin­dungs­da­ten­sät­zen von Demons­tran­ten und Anwoh­nern aus­ge­wer­tet. Nach einem Brand­an­schlag auf eine Bun­des­wehr­ka­ser­ne hat die säch­si­sche Poli­zei mehr als 100.000 Kas­sen­be­le­ge einer Bau­markt­ket­te mit meh­re­ren 10.000 Funk­zel­len­da­ten ver­gli­chen, da es Anhalts­punk­te für einen Zusam­men­hang gab. Ein Ein­woh­ner­mel­de­amt über­mit­telt zehn­tau­sen­de von Ein­woh­ner­da­ten an die Staats­an­walt­schaft für ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren.

Die­se Ermitt­lungs­vor­gän­ge wer­fen eine Rei­he von Fra­gen auf: Ist die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit noch gege­ben? Bei wel­chen Delik­ten ist eine Mas­sen­ab­gleich von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten zuläs­sig? Wo lie­gen die Gren­zen poli­zei­li­cher Ermitt­lungs­ar­beit? Wann wer­den die Daten gelöscht? Wie gehen ande­re Bun­des­län­der mit die­sen Mög­lich­kei­ten um?

Herr Schnei­der nimmt zu die­sem Kom­plex aus der Sicht des säch­si­schen Daten­schutz­be­auf­trag­ten Stel­lung und geht auf die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen ein. Dazu gehört auch eine Bun­des­rats­in­itia­ti­ve des Lan­des Sach­sen zur Prä­zi­si­on des § 100 g (Daten­er­mitt­lung mit­hil­fe von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten).