Abmah­nung wegen ille­ga­ler Down­loads

Zeit: Frei­tag, 14.09.2012, 11.00 Uhr
Ort: HS 0.23
Mode­ra­tion: Pro­fes­sor Dr. Maxi­mi­lian Her­ber­ger, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Deut­schen EDV-Gerichtstages, Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des
Refe­ren­ten: Prof. Dr. Ste­phan Ory, Rechts­an­walt;
Wolf­gang Kuntz, Rechts­an­walt

Der Beschluss des Bun­des­ge­richts­hofs vom 19. April 2012 (I ZB 80/11), der seit der Pres­se­mit­tei­lung vom 10.8. die Medien- und die Fach­öf­fent­lich­keit bewegt, hat der Debatte über die wei­tere Ent­wick­lung des ein­schlä­gi­gen Abmahn­we­sens neue Dyna­mik gege­ben. Der Arbeits­kreis wird sich die­ses The­mas de lege lata und de lege ferenda anneh­men. Denn – so lau­tet nach dem Album-Titel von Xavier Nai­doo der offi­zi­elle Name für den BGH-Beschluss – : „Alles kann bes­ser wer­den“. Ein wenig Zukunfts­op­ti­mis­mus lässt sich viel­leicht auch aus dem streit­ge­gen­ständ­li­chen Titel „Bitte hör nicht auf zu träu­men„gewin­nen. Doch Spaß bei­seite: Bei schät­zungs­weise mehr als einer Mil­lion ein­schlä­gi­ger Abmah­nun­gen pro Jahr hat man es mit einem Phä­no­men zu tun, das sozial erheb­li­che Brei­ten­wir­kung hat und auch den Jus­tiz­ap­pa­rat beacht­lich in Anspruch nimmt. Hinzu kom­men – gerade wegen der Brei­ten­wir­kung und der Wahr­neh­mung die­ser „Welle“ – die nicht unpro­ble­ma­ti­schen Fol­gen für die Akzep­tanz des Rechts auf die­sem Feld. Der Arbeits­kreis wird begin­nend mit einer Ana­lyse gän­gi­ger Abmahn­prak­ti­ken und mög­li­cher Gegen­stra­te­gien den Bogen zu die­sen Fra­ge­stel­lun­gen schla­gen.

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