BLK I: Ergo­no­mie der elek­tro­ni­schen Akte (e2A)

Zeit: Don­ners­tag, 13.09.2012, 14.00 Uhr
Ort: HS 0.18
Refe­ren­ten: Cars­ten SCHÜRGER, DirAG, Amts­ge­richt Gre­ven­broich;
Michael KERSTING, RiAG (stv­Dir), Amts­ge­richt Müns­ter
Doku­mente: Pro­to­koll

In der Ver­fah­rens­akte befin­den sich die für den jewei­li­gen Bear­bei­ter ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Tat­sa­chen. Jeden­falls für eine Über­gangs­zeit ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Vor­brin­gen der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten wie in den heu­ti­gen Papier­ak­ten wei­ter­hin in Text­form und sach­lich unstruk­tu­riert erfolgt. Der Bear­bei­ter muss für die Vor­be­rei­tung sei­ner Ent­schei­dung also den Akten­in­halt fil­tern und sor­tie­ren – durch­drin­gen. Bei der Bear­bei­tung von Papier­ak­ten haben sich hier­für zahl­rei­che Hilfs­mit­tel ent­wi­ckelt wie Unter­strei­chun­gen, farb­li­che Mar­kie­run­gen, Rand­no­ti­zen, Esels­oh­ren, Kle­be­zet­tel oder Papier­strei­fen. Auch Com­pu­ter­pro­gramme wer­den bereits heute zur Durch­drin­gung der Papier­akte genutzt. Die ergo­no­mi­sche elek­tro­ni­sche Ver­fah­rens­akte bie­tet her­vor­ra­gende tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten, diese Hilfs­mit­tel zu erset­zen und eine Durch­drin­gung elek­tro­nisch zu bewerk­stel­li­gen. Vor­ge­stellt wird eine Stu­die der nordrhein-westfälischen Pro­jekt­gruppe „Ergo­no­mie der elek­tro­ni­schen Akte“ zum Ein­satz eines Tablet-PCs zur Struk­tu­rie­rung des Akten­in­halts. Der Bear­bei­ter kann in der Akte für ihn wich­tige Text­stel­len farb­lich mar­kie­ren, zur unter­schied­li­chen Kate­go­ri­sie­rung ste­hen ihm dafür vier ver­schie­dene Far­ben zur Ver­fü­gung. Die mar­kier­ten Stel­len kön­nen unter­ein­an­der in Bezie­hung gesetzt wer­den, die dabei ent­ste­hende Struk­tur wird wahl­weise in einer Baum­struk­tur oder in einer Rela­tion dar­ge­stellt.

Vor­ge­stellt wird wei­ter­hin das Ergeb­nis der Labor­ar­beit der Pro­jekt­gruppe für eine Ein­bin­dung klei­ner Hilfs­pro­gramme in die elek­tro­ni­sche Akte. In der Rah­men­an­wen­dung e2A ist Raum für vom Anwen­der für nütz­lich erach­tete und von ihm selbst abge­ru­fene (App) Hilfs­pro­gramme. Als Bei­spiel dient die Dar­stel­lung eines Stamm­baums zur gesetz­li­chen Erb­folge. Mit die­ser Stu­die soll gezeigt wer­den, dass elek­tro­ni­sche Akten auch durch die Mög­lich­keit der sinn­vol­len Nut­zung bereits vor­han­de­ner Daten für die Anwen­der bes­ser sein kön­nen als Papier­ak­ten.

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