BLK: Management-Informationssysteme (MIS) in Nie­der­sach­sen und Nordrhein-Westfalen

Zeit: Don­ners­tag, 25.9.2014, 15.00 – 15.30 Uhr
Ort: Hör­saal 0.18
Refe­ren­ten: Regie­rungs­di­rek­to­rin Ines Bent­hien, Refe­ren­tin; Nie­der­säch­si­sches Jus­tiz­mi­nis­te­rium
RILG Dr. Jan Orth, Refe­rent; Jus­tiz­mi­nis­te­rium Nordrhein-Westfalen
Doku­mente:

Für ein effek­ti­ves und moder­nes Jus­tiz­ma­nage­ment ist eine ganz­heit­li­che Sicht­weise gebo­ten. Ein elek­tro­ni­sches Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment­sys­tem, das die Viel­zahl sta­tis­ti­scher Daten sys­te­ma­tisch auf­be­rei­tet und nach Kenn­zah­len­be­rei­chen zusam­men­fasst sowie die Dar­stel­lung von Kor­re­la­tio­nen ggf. auch im Sinne einer Balan­ced Score­card erlaubt, stellt die Grund­lage hier­für dar. Diese Kenn­zah­len unter­schei­den sich dabei deut­lich vom Begriff des Con­trol­lings im ledig­lich betriebs­wirt­schaft­li­chen Sinne.

In Nie­der­sach­sen und Nordrhein-Westfalen wird den Behörden- und Geschäfts­lei­tern hierzu ein Manage­ment­in­for­ma­ti­ons­sys­tem (MIS) zur Ver­fü­gung gestellt, mit dem sie schnell und unmit­tel­bar einen Über­blick über wich­tige Daten ihrer Dienst­stel­len gewin­nen kön­nen. Die Dienst­stel­len wer­den in die Lage ver­setzt, Bedarfe oder andere Fra­ge­stel­lun­gen anhand vali­der und ein­heit­lich erho­be­ner Daten und Kenn­zah­len nach­zu­wei­sen und zu begrün­den. Daten der eige­nen Dienst­stelle kön­nen mit Durch­schnitts­wer­ten ande­rer Dienst­stel­len ver­gli­chen wer­den. Damit wer­den sowohl Aus­wer­tun­gen über zeit­li­che Ent­wick­lun­gen und Ten­den­zen als auch Aus­wer­tun­gen zwi­schen ver­gleich­ba­ren Dienst­stel­len (externe Ver­glei­che) ermög­licht. Durch die Vor­hal­tung ein­heit­lich struk­tu­rier­ter Infor­ma­tio­nen kön­nen posi­tive wie nega­tive Ent­wick­lungs­trends ana­ly­siert und beein­flusst wer­den.

Der Fokus bei JuMIS für Amts- und Land­ge­richte in Nie­der­sach­sen liegt auf den Berei­chen des Per­so­nal­ma­nage­ments. Hier wer­den Kenn­zah­len des Per­so­nal­be­darfs und der tat­säch­li­chen Belas­tung auf Basis der bun­des­ein­heit­li­chen Per­so­nal­be­darfs­be­rech­nung nach PEBB§Y berech­net und dar­ge­stellt; diese Daten wer­den zeit­nah bereit­ge­stellt und erlau­ben die Opti­mie­rung des Per­so­nal­ein­sat­zes.

In NRW liegt der Fokus auf dem Orga­ni­sa­ti­ons­con­trol­ling. Die dar­ge­stell­ten Kenn­zah­len zei­gen auf, wo Auf­fäl­lig­kei­ten im Sinne einer Abwei­chung von Durch­schnitts­wer­ten bestehen. Diese Infor­ma­tio­nen ver­mö­gen Steue­rungs­im­pulse aus­zu­lö­sen. Sie kön­nen ins­be­son­dere eine Grund­lage für die Ver­tei­lung der Geschäfte, für die Per­so­nal­ver­wen­dung sowie für eigene Geschäfts­prü­fun­gen und sol­che der über­ge­ord­ne­ten Gerichte sein und im Ein­zel­fall Anlass geben, Sach­ver­halte – unter Her­an­zie­hung wei­te­rer Infor­ma­ti­ons­quel­len – näher auf­zu­klä­ren.

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