BLK: Das Pro­jekt „Schutz­schrif­ten­re­gis­ter“

Zen­tra­les elek­tro­ni­sches Schutz­schrif­ten­re­gis­ter (ZSSR)

Zeit:  Frei­tag, 25.09.2015, 11.30 – 12.00 Uhr
Ort:  Hör­saal 0.18
Refe­ren­ten:  CHRISTOPH LECHER, Staats­an­walt, Lei­ter der Abtei­lung 6, Fach­an­wen­dun­gen der Staats­an­walt­schaf­ten, Pro­jekt­lei­ter ZSSR, IT-Stelle der hes­si­schen Jus­tiz
DR. STEFFEN W. SCHILKE, Pro­jekt­lei­ter, Tech­ni­scher Bera­ter, IT-Stelle der hes­si­schen Jus­tiz
Doku­mente:  Pro­to­koll (PDF)
Prä­sen­ta­tion (PDF)

Mit der ab dem 1. Januar 2016 in Kraft tre­ten­den Rege­lung des § 945a ZPO wird das Rechts­in­sti­tut der Schutz­schrift erst­mals gesetz­lich nor­miert. Schutz­schrif­ten sind gemäß § 945a Abs. 1 S. 2 ZPO vor­beu­gende Ver­tei­di­gungs­schrift­sätze gegen erwar­tete Anträge auf Arrest oder einst­wei­lige Ver­fü­gung.

Auf­grund von § 945a Abs. 1 S. 1 ZPO sind die Län­der ver­pflich­tet, ein zen­tra­les, län­der­über­grei­fen­des elek­tro­ni­sches Regis­ter für Schutz­schrif­ten (Schutz­schrif­ten­re­gis­ter) zu füh­ren. Sobald eine Schutz­schrift in die­ses Regis­ter ein­ge­stellt ist, gilt sie als bei allen ordent­li­chen Gerich­ten der Län­der ein­ge­reicht (§ 945a Abs. 2 S. 1 ZPO). Gemäß §§ 62 Abs. 2 S. 3, 85 Abs. 2 S. 3 ArbGG gilt glei­ches auch für die Arbeits­ge­richte. Die nähe­ren Bestim­mun­gen zum Regis­ter wer­den in einer Rechts­ver­ord­nung des BMJV – Schutz­schrif­ten­re­gis­ter­ver­ord­nung (SRV) – gere­gelt, die der­zeit als Refe­ren­ten­ent­wurf vor­liegt.

Im Rah­men des Vor­trags soll ein kur­zer Über­blick über den aktu­el­len Ent­wick­lungs­stand und die Mög­lich­kei­ten des Schutz­schrif­ten­re­gis­ters ver­mit­telt wer­den. Ein Schwer­punkt wird auf der Dar­stel­lung der unter­stütz­ten Ein­rei­chungs­wege, der auto­ma­ti­sier­ten Daten­ver­ar­bei­tung anhand der bei Ein­rei­chun­gen zwin­gend bei­zu­fü­gen­den XJustiz-Datensätze sowie den Recher­che­mög­lich­kei­ten im Regis­ter durch die Gerichte lie­gen.

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