BLK: Grundsätze für vollständig elektronisch geführte Erkenntnisverfahren

Zeit:  Fre­itag, 25.09.2015, 10.00 — 10.30 Uhr
Ort:  Hör­saal 0.18
Ref­er­enten:  PROF. DR. MATTHIAS WELLER, Mag.rer.publ., Lehrstuhl für Bürg­er­lich­es Recht, Zivil­ver­fahren­srecht und Inter­na­tionales Pri­va­trecht, EBS Uni­ver­sität für Wirtschaft und Recht
DR. RALF KÖBLER, Präsi­dent des Landgerichts Darm­stadt
Doku­mente:  Präsen­ta­tion Prof. Dr. Weller (PDF)

Pro­jek­tziel ist es, Eck­punk­te zu ein­er Ver­fahren­sor­d­nung für grund­sät­zlich elek­tro­n­isch geführte Erken­nt­nisver­fahren zu for­mulieren, um die Poten­tiale der Elek­tro­n­isierung der das Ver­fahren tra­gen­den Geschäft­sprozesse best­möglich zu nutzen. Zum einen wird hier­für eine tech­nis­che Grund­struk­tur vorge­se­hen. Diese beste­ht bei allen Beteiligten aus einem elek­tro­n­is­chen Daten­raum und einem elek­tro­n­is­chen Post­fach. Die elek­tro­n­is­chen Daten­räume erset­zen die herkömm­lichen Akten der jew­eili­gen Beteiligten. Die Post­fäch­er ermöglichen rechtsverbindliche Kom­mu­nika­tion.

Grund­satz 1 beschreibt den gerichtlichen elek­tro­n­is­chen Daten­raum als Zen­trum eines grund­sät­zlich elek­tro­n­isch geführten Erken­nt­nisver­fahrens.

Grund­satz 2 beschreibt den anwaltlichen elek­tro­n­is­chen Daten­raum. Der anwaltliche Daten­raum leit­et sich vom gerichtlichen Daten­raum ab.

Grund­satz 3 beschreibt das anwaltliche elek­tro­n­is­che Post­fach.

Grund­satz 4 beschreibt das nich­tan­waltliche elek­tro­n­is­che Post­fach. Zum anderen wer­den für die Ver­fahrens­führung auf der Grund­lage dieser Grund­struk­tur zen­trale nor­ma­tive Vor­gaben for­muliert, näm­lich für die grund­sät­zlich elek­tro­n­is­che Zustel­lung durch elek­tro­n­is­ches, wil­lens­ab­hängiges Emp­fangs­beken­nt­nis.

Grund­satz 5, zur Ersatzein­re­ichung bei anhal­tenden tech­nis­chen Störun­gen.

Grund­satz 6, zur Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand.

Grund­satz 7, zur Datenein­sicht (“Aktenein­sicht”).

Grund­satz 8, zur Unter­stützung der mündlichen Ver­hand­lung mit elek­tro­n­is­chen Hil­f­s­mit­teln.

Grund­sätze 9 und 10, zur Vernehmung über elek­tro­n­is­che Hil­f­s­mit­tel.

Grund­satz 11, zur Bewe­is­führung durch Doku­menten­vor­lage mit elek­tro­n­is­chen Doku­menten.

Grund­satz 12, zur elek­tro­n­is­chen Pro­tokollführung.

Grund­satz 13, zur elek­tro­n­is­chen Urteil­szustel­lung.

Grund­satz 14, zur Wahlmöglichkeit der Parteien eines voll­ständig elek­tro­n­isch geführten Ver­fahrens.

Grund­satz 15 sowie schließlich zu IT-Fort­bil­dung und IT-Sicher­heit Grund­sätze 16 und 17.