DIETER Meurer PReis für Digitale Innovation im RECHT
Dr. Moritz Köhler: Preisträger 2026
Die 2026 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn/Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät eingereichte Dissertation von Moritz Köhler widmet sich essenziellen Fragen: Was darf KI in der Justiz überhaupt? Und noch genauer: Wo endet die zulässige Unterstützung des Richters und wo beginnt seine unzulässige Ersetzung?
Die brillante interdisziplinäre Forschungsarbeit entwickelt ein 4 Stufen- Modell: von der zulässigen Unterstützung bis zur unzulässigen Ersetzung durch algorithmische Systeme. Sie weist die Praxistauglichkeit des von ihm entwickelten Stufensystems dadurch nach, dass gängige KI-Tools den jeweiligen Stufen zugeordnet werden, aber auch zukünftig zu entwickelnde KI-Tool können so kategorisiert werden. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk, das durch eine sorgfältig dogmatisch abgesicherte Differenzierung Klarheit schafft. Die Antworten von Moritz Köhler gelten nicht nur für die Technologie von heute, sondern können auch die Technologie von morgen tragen.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Dr. Moritz Köhler
Seit 05/2026: Rechtsreferendar, Oberlandesgericht Koblenz
03/2026: Promotion mit der Arbeit „Richterliche Verantwortung und Künstliche Intelligenz – Zur Abgrenzung zwischen unzulässiger Ersetzung und zulässiger Unterstützung des menschlichen Richters“, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Seit 11/2024: Redakteur der Zeitschrift für Europäisches Daten- und Informationsrecht (EuDIR)
06/2023 – 04/2026: Redakteur der Zeitschrift Recht der Datenverarbeitung (RDV)
04/2023 – 03/2026: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht an der Technischen Hochschule Köln
10/2017 – 01/2023: Studium der Rechtswissenschaft mit einem Schwerpunkt im Medien- und Informationsrecht, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
– gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes
Preis und bisherige Preisträger
Dieter-Meurer-Preis
für digitale Innovation im Recht
Hintergrund des Preises
Der Preis ist nach Dieter Meurer benannt, Rechtswissenschaftler und Pionier auf dem Gebiet der Rechtsinformatik. Der Preis wurde erstmals im Jahr 2003 verliehen. Im Fokus stehen digitale Innovationen im Recht. Der Preis wird im Rahmen des 35. EDVGT an der Universität des Saarlandes (vom 23. – 25. September 2026) verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Der EDVGT verleiht ihn gemeinsam mit der juris GmbH.
Welche Arbeiten können prämiert werden?
◾ Prämiert werden herausragende wissenschaftliche Ausarbeitungen (Habilitationsschriften, Dissertationen) und Projektarbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nach-wuchswissenschaftlern.
◾ Diese Arbeiten sollten innerhalb oder zwischen den Disziplinen der Rechtswissenschaft und der Informatik angesiedelt sein und auf Innovationen an der Schnittstelle von Informatik und Recht abzielen.
◾ Auch Arbeiten aus der Praxis, die wesentliche neue Impulse setzen (etwa umfangreiche Open-Source-Projekte) können gefördert werden.
Bisherige Preisträger

Dr. Sarah Rachut
2025 erhielt Dr. Sarah Rachut den Dieter Meurer Preis für digitale Innovation im Recht für ihre Dissertation „Grundrechtsverwirklichung in digitalen Kontexten“, in der sie die effektive Verwirklichung von Grundrechten im digitalen Zeitalter untersucht.

Dr. iur. Sebastian Bretthauer
2018 erhielt Dr. iur. Sebastian Bretthauer den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik für seine Dissertationsschrift zu Herausforderungen intelligenter Videoüberwachung unter nationalen und europäischen Aspekten.

Prof. Dr. Louisa Specht
Mit dem Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik würdigten der EDVGT und die juris GmbH die Habilitationsschrift von Frau Prof. Dr. Specht zum Thema „Diktat der Technik-Rematerialisierung der Privatautonomie im informationstechnologischen Umfeld“.

Dr. Dominik Brodowski, LL.M (UPenn)
Im Jahr 2016 erhielt Prof. Dr. Dominik den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik für seine Dissertation an der Juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Thema „Verdeckte technische Überwachungsmaßnahmen im Polizei- und Strafverfahrensrecht – Zur rechtsstaatlichen und rechtspraktischen Notwendigkeit eines einheitlichen operativen Ermittlungsrechts“.
Jens Heyens, Kai Greshake und Eric Petryka
Im Jahr 2015 stand das Thema IT-Sicherheit im Mittelpunkt des Dieter Meurer Preises Rechtsinformatik. Jens Heyens, Kai Greshake und Eric Petryka erhielten die Ehrung für die Entdeckung einer sicherheitskritischen Fehlkonfiguration einer Vielzahl von Instanzen der Open-Source-Datenbank-Software MongoDB.
Dr. Philip Chung
Die Auszeichnung im Jahr 2014 vergab die Jury des Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik an Dr. Philip Chung. Im Mittelpunkt der Auszeichnung stand seine Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität New South Wales mit dem Titel “Overcoming technical challenges in developing a global free-access legal information system for research – the WorldLII experience”.
John Hendrik Weitzmann
Im Jahr 2013 ehrte der EDVGT John Hendrik Weitzmann für seine Arbeit in den Bereichen Rechteflussmodelle und maschinenlesbare Rechte-Informationen bei Standardlizenzen (Creative Commons Rights Expression Language).

Philipp Naumann
Der Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik ging im Jahr 2012 an Philipp Naumann. Geehrt wurde seine Projekt Website-Analyzer im Rahmen seiner Tätigkeit am Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes.
Dr. Stephan Walter
Für seine Dissertation „Definitionsextraktion aus Urteilstexten“ erhielt Dr. Stephan Walter im Jahr den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik.
Paul Ohm
Im Jahr 2010 ehrte der EDVGT das Lebenswerk von Paul Ohm. Er strebt in seiner Forschung und deren Anwendungen eine neue interdisziplinäre Verbindung der Rechtswissenschaften und der Informatik an.
Hughes-Jehan Vibert
Der EDVGT stellte im Jahr 2009 das Projekt JurisPedia in den Mittelpunkt der Preisverleihung. JurisPedia ist eine Lexikonprojekt, das sich den Rechtsordnungen der Welt und der Recht- und Politikwissenschaften widmet. Preisträger Hughes-Jehan Vibert hat es im universitären Umfeld entwickelt.
Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden
Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden haben gemeinsam die Case Matrix für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag entwickelt. Die Case Matrix verwaltet als Softwareplattform Beweisstücke und informiert über aktuelle Rechtsprechung und Literatur. Für ihren innovativen Charakter wurden Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden 2008 mit dem Dieter Meurer Preis ausgezeichnet.
Prof. Graham Greenleaf
Prof. Graham Greenleaf war der Preisträger im Jahr 2007. Für den Aufbau des World Legal Information Institute ehrt ihn der EDVGT mit dem Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik.
Frau Dr. Barbara van Schewick
Im Jahr 2006 zeichnete der EDVGT eine Dissertation aus, die sich mit den grundlegenden Gestaltungsprinzipien des Internets beschäftigt. Dr. Barbara van Schewick erhielt den Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik für Dissertation „Architecture and Innovation: The Role of the End-to-End-Arguments in the Original Internet”.
Uwe Hartleb
Im Jahr 2005 zeichnete der EDVGT Uwe Hartleb für das juristische Expertensystem JUREX aus. Das System dient hierbei als computergestützter juristischer Gesprächspartner bei der Bearbeitung von Fällen.
Axel Benning und Karl-Ulrich Kettner
Im Jahr 2003 vergab der EDVGT zum ersten Mal den Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik. Preisträger der Premierenverleihung sind Axel Benning und Karl-Ulrich Kettner. Geehrt wurden sie für ihr System “Verträge Online”.

Dr. iur. Sebastian Bretthauer
2018 erhielt Dr. iur. Sebastian Bretthauer den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik für seine Dissertationsschrift zu Herausforderungen intelligenter Videoüberwachung unter nationalen und europäischen Aspekten.

Dr. iur. Sebastian Bretthauer
2018 erhielt Dr. iur. Sebastian Bretthauer den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik für seine Dissertationsschrift zu Herausforderungen intelligenter Videoüberwachung unter nationalen und europäischen Aspekten.

Prof. Dr. Louisa Specht
Mit dem Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik würdigten der EDVGT und die juris GmbH die Habilitationsschrift von Frau Prof. Dr. Specht zum Thema „Diktat der Technik-Rematerialisierung der Privatautonomie im informationstechnologischen Umfeld“.

Dr. Dominik Brodowski, LL.M (UPenn)
Im Jahr 2016 erhielt Prof. Dr. Dominik den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik für seine Dissertation an der Juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Thema „Verdeckte technische Überwachungsmaßnahmen im Polizei- und Strafverfahrensrecht – Zur rechtsstaatlichen und rechtspraktischen Notwendigkeit eines einheitlichen operativen Ermittlungsrechts“.
Jens Heyens, Kai Greshake und Eric Petryka
Im Jahr 2015 stand das Thema IT-Sicherheit im Mittelpunkt des Dieter Meurer Preises Rechtsinformatik. Jens Heyens, Kai Greshake und Eric Petryka erhielten die Ehrung für die Entdeckung einer sicherheitskritischen Fehlkonfiguration einer Vielzahl von Instanzen der Open-Source-Datenbank-Software MongoDB.
Dr. Philip Chung
Die Auszeichnung im Jahr 2014 vergab die Jury des Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik an Dr. Philip Chung. Im Mittelpunkt der Auszeichnung stand seine Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität New South Wales mit dem Titel “Overcoming technical challenges in developing a global free-access legal information system for research – the WorldLII experience”.
John Hendrik Weitzmann
Im Jahr 2013 ehrte der EDVGT John Hendrik Weitzmann für seine Arbeit in den Bereichen Rechteflussmodelle und maschinenlesbare Rechte-Informationen bei Standardlizenzen (Creative Commons Rights Expression Language).

Philipp Naumann
Der Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik ging im Jahr 2012 an Philipp Naumann. Geehrt wurde seine Projekt Website-Analyzer im Rahmen seiner Tätigkeit am Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes.
Dr. Stephan Walter
Für seine Dissertation „Definitionsextraktion aus Urteilstexten“ erhielt Dr. Stephan Walter im Jahr den Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik.
Paul Ohm
Im Jahr 2010 ehrte der EDVGT das Lebenswerk von Paul Ohm. Er strebt in seiner Forschung und deren Anwendungen eine neue interdisziplinäre Verbindung der Rechtswissenschaften und der Informatik an.
Hughes-Jehan Vibert
Der EDVGT stellte im Jahr 2009 das Projekt JurisPedia in den Mittelpunkt der Preisverleihung. JurisPedia ist eine Lexikonprojekt, das sich den Rechtsordnungen der Welt und der Recht- und Politikwissenschaften widmet. Preisträger Hughes-Jehan Vibert hat es im universitären Umfeld entwickelt.
Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden
Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden haben gemeinsam die Case Matrix für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag entwickelt. Die Case Matrix verwaltet als Softwareplattform Beweisstücke und informiert über aktuelle Rechtsprechung und Literatur. Für ihren innovativen Charakter wurden Morten Bergsmo und Ralph Hecksteden 2008 mit dem Dieter Meurer Preis ausgezeichnet.
Prof. Graham Greenleaf
Prof. Graham Greenleaf war der Preisträger im Jahr 2007. Für den Aufbau des World Legal Information Institute ehrt ihn der EDVGT mit dem Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik.
Frau Dr. Barbara van Schewick
Im Jahr 2006 zeichnete der EDVGT eine Dissertation aus, die sich mit den grundlegenden Gestaltungsprinzipien des Internets beschäftigt. Dr. Barbara van Schewick erhielt den Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik für Dissertation „Architecture and Innovation: The Role of the End-to-End-Arguments in the Original Internet”.
Uwe Hartleb
Im Jahr 2005 zeichnete der EDVGT Uwe Hartleb für das juristische Expertensystem JUREX aus. Das System dient hierbei als computergestützter juristischer Gesprächspartner bei der Bearbeitung von Fällen.
Axel Benning und Karl-Ulrich Kettner
Im Jahr 2003 vergab der EDVGT zum ersten Mal den Dieter Meurer Preis für Rechtsinformatik. Preisträger der Premierenverleihung sind Axel Benning und Karl-Ulrich Kettner. Geehrt wurden sie für ihr System “Verträge Online”.